Finanzieren Berufspendler künftig Bremens öffentlichen Nahverkehr mit?

Bild: DPA | Torsten Krueger
  • Verkehrsentwicklungsplan soll beschlossen werden
  • Bremen prüft Abgabe für Berufspendler
  • Geld soll in ÖPNV fließen

Bremen prüft eine Abgabe für Berufspendler. Mit dem Geld könnte der öffentliche Nahverkehr ausgebaut und günstiger oder sogar kostenfrei werden. Das geht aus dem Entwurf des neuen Verkehrsentwicklungsplans hervor, der im zuständigen Projektbeirat beschlossen werden soll.

Das Geld aus der Abgabe für Berufspendler dürfte aber nicht reichen. Deshalb sind auch ein verpflichtendes Jobticket, eine Gebühr für Touristen oder eine höhere Grundsteuer denkbar. Auch deutlich höhere Gebühren für das Bewohnerparken sind ein Vorschlag, der geprüft werden soll. Mit dem Geld könnten mehr Bussen und Bahnen sowie neue Strecken finanziert werden.

Ziel des Beirates ist es, einen Konsens bei möglichst vielen Themen zu erreichen. Einig sind sich die Vertreter von Fraktionen, Verbänden und Kammern aber noch nicht. Die FDP und die Handelskammer wollen nicht allen Punkten zustimmen. Die CDU hat das Gremium kürzlich sogar unter Protest verlassen. Wenn der Beirat die Pläne beschlossen hat, müssen der Senat und die Bürgerschaft noch zustimmen.

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  • Pascal Faltermann Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 29. Juni 2022, 19:30 Uhr Uhr