Deutlich mehr Teilnehmer als erwartet bei Ostermärschen im Land Bremen

Mitglieder des Bremer Friedensforum nehmen am 26.03.2016 mit Pappdrohnen und einem Schild gegen das gezielte Töten mittels Drohnen an dem Ostermarsch in Bremen teil.
In Bremen werden rund 500 Demonstranten zum Ostermarsch erwartet. (Archiv) Bild: DPA | Ingo Wagner
  • Friedensbewegung demonstriert gegen Krieg
  • Dieses Jahr steht der Ukraine-Krieg im Mittelpunkt
  • 1.200 Teilnehmer in Bremen

Der traditionelle Ostermarsch in der Stadt Bremen hat deutlich mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer angezogen als erwartet. Schätzungen der Polizei zufolge demonstrierten 1.200 Menschen für Frieden. Bei den Abschlusskundgebungen gab es viel Kritik an der Ukraine-Politik der Bundesregierung.

Mit so viel Beteiligung hatten die Organisatoren vom Bremer Friedensforum nicht gerechnet. 500 Demonstranten waren angemeldet. Die meisten der Demonstrierenden sprachen sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aus. "Abrüsten statt Aufrüsten" und "Keine Macht dem Kriegstreiber" und "Nieder mit den Waffen" war auf den Plakaten der Demonstranten zu lesen.

"Es gibt nur einen Weg der Vernunft und das ist Deeskalation", sagte Barbara Heller vom Bremer Friedensforum in der Abschlusskundgebung auf dem Bremer Marktplatz. Die Kritik der Bundesregierung an den Ostermärschen wiesen die Organisatoren zurück. "Nur weil wir gegen eine Beteiligung der Nato und Deutschlands an dem Krieg ist, heißt das noch lange nicht, dass wir für Russland sind", sagte Heller am Rande des Ostermarsches zu buten un binnen.

Auf der Demo wurde der Angriff Russlands verurteilt und gefordert, dass die russischen Truppen sofort abziehen. In Bremerhaven waren laut Polizeiangaben 150 Menschen beim Ostermarsch mit dabei – das sind drei Mal so viele wie bei den letzten Ostermärschen in Bremerhaven.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 16. April 2022, 19.30 Uhr