Trotz drohender Omikron-Welle: Bremen bleibt bei 14-Tagen Quarantäne

Omikron Test

Diskussion um Quarantäne-Dauer

Bild: Imago | Steinach
  • Behörde prüft aktuell keine Verkürzung der Quarantäne-Zeiten
  • Bremer Epidemiologe hatte Änderungen empfohlen
  • Viele Neuinfektionen wegen neuer Omikron-Variante befürchtet

Das Bremer Gesundheitsressort denkt aktuell nicht darüber nach, die Corona-Quarantäne-Regeln zu lockern. "Die Verkürzung der Quarantänezeit infolge der Omikron-Variante wird aktuell nicht geprüft", teilte die Behörde auf Anfrage von buten un binnen mit.

Der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb hatte eine Anpassung der Quarantäne-Regeln angeraten. "Vor allem Menschen, die keine Symptome haben, sollten nach fünf oder sieben Tagen die Möglichkeit haben, mit einem negativen PCR-Test die Quarantäne zu verlassen", sagte Zeeb zu buten un binnen.

Hintergrund sind Erwartungen, dass die Infektionszahlen aufgrund der hochansteckenden Omikron-Variante in den nächsten Wochen rasant steigen könnten. Nach Modellrechnungen könnten Millionen Arbeitnehmer gleichzeitig ausfallen, weil sie erkranken oder als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen.

Auch Unionspolitiker hatten Anpassungen ins Spiel gebracht: "Die Hochrechnungen gehen bei der Omikron-Variante von schlimmstenfalls 700.000 neuen Infektionen pro Tag aus", sagte Sepp Müller (CDU), stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, der "Welt". Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält die aktuellen Regeln "mit Blick auf eine explosionsartige Verbreitung von Omikron" für überarbeitungsbedürftig.

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten 27. Dezember 2021, 16 Uhr