Diese Regeln gelten zum Schulbeginn in Bremens Schulen und Kitas

Eine Schülerin einer 4. Klasse hebt im Unterricht an der Grundschule Russee in Kiel die Hand. Trotz weiterhin verschärfter Kontaktbeschränkungen für die Bevölkerung in der Coronakrise sollen in Schleswig-Holstein ab heute Grundschüler und Kindergartenkinder wie die jeweiligen Einrichtungen besuchen.
Bild: DPA | Gregor Fischer

Trotz Omikron und hoher Infektionszahlen beginnt die Schule im Land Bremen nach den Weihnachtsferien heute mit Präsenzpflicht. Die wichtigsten Regeln im Überblick.

"Höchste Priorität" habe das Lernen in Präsenz, also vor Ort, in der Schule. So haben es die Kultusminister vorige Woche beschlossen, mit ihnen Bremens Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD). Entsprechend beginnt die Schule für Bremens Schülerinnen und Schüler heute nach gut zweiwöchiger Pause in voller Klassenstärke. Das sollte man dazu wissen:

1 Coronatests

In den ersten beiden Schulwochen sollen sich alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Beschäftigten in den Schulen täglich testen. Davon ausgenommen sind diejenigen, die geboostert sind, oder deren Zweitimpfung innerhalb der letzten drei Monate erfolgte.

Soweit möglich, sollen sich alle zudem bereits einen Tag vor Schulbeginn zu Hause oder kostenlos in einem Testzentrum testen. Ab der dritten Woche sollen die Schülerinnen und Schüler sowie die Beschäftigten sich nicht mehr täglich, sondern dreimal wöchentlich testen, sagt Maike Wiedwald, Sprecherin des Bildungsressorts.

2 Digitaler Unterricht

Schülerin lernt mit der "itslearning" Software
Sollten sich vier oder mehr Kinder einer Klasse mit Corona infizieren, so stellen diese Klassen auf digitalen Fernunterricht um. Bild: itslearning | Dpa

Sobald vier oder mehr Kinder in einer Klasse infiziert sind, wird die Klasse zunächst fünf Tage in den Digitalunterricht gehen, den sie von zu Hause aus wahrnehmen soll.

Ergänzend zu dieser grundsätzlichen Regelung verspricht das Bildungsressort auf seiner Website: "Für diejenigen Kinder, für die es schwer ist, von zu Hause aus am Digitalunterricht teilzunehmen, wird gemeinsam mit den Schulleitungen eine gute Lösung gefunden." Beispielsweise könnten einzelne Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1 bis 6 während des digitalen Unterrichts in der Klasse betreut werden.

3 Maskenpflicht

In den Schulgebäuden besteht grundsätzlich überall Maskenpflicht, auch während des Unterrichts und im Hortbetrieb. Auch alle Schülerinnen und Schüler sind zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet. Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 10 sowie Bedienstete und weitere Personen ab einem Alter von 16 Jahren müssen eine medizinische Gesichtsmaske oder eine FFP2-Maske tragen. Wer keine geeignete Maske hat, kann eine von der Schule bekommen.

4 Quarantäne und Isolation

Rückenansicht eines kleinen Kindes, das aus dem Fenster schaut.
Die Zeit der Einsamkeit für infizierte Kinder und für Kontaktpersonen wird aufgrund der Bund-Länder-Beschlüsse deutlich kürzer. Bild: Imago | U. J. Alexander

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 7. Januar haben die Länderchefinnen und -chefs beschlossen, die Quarantäne-Zeiten sowohl für Infizierte als auch für Kontaktpersonen zu verkürzen. Kita- und Schulkinder sollen demnach künftig ohne Test nach zehn Tagen aus der Isolation (nach einer Infektion) und aus der Quarantäne (als Kontaktpersonen) entlassen werden. Mit PCR- oder Schnelltest können sie diese Zeit auf sieben Tage Isolation beziehungsweise auf fünf Tage Quarantäne verkürzen.

Allerdings muss Bremen diesen Beschluss des Bund-Länder-Treffens noch in eine Landesverordnung überführen, ehe er greift. Maike Wiedwald, Sprecherin des Bildungsressorts, teilt dazu mit: "Wir werden so schnell wie möglich die neuen Regelungen zur Quarantäne veröffentlichen. Bis dahin gelten die Regelungen der jetzigen Corona-Verordnung."

Nach jetzigen Stand müssen Schülerinnen und Schüler, wenn sie sich mit Corona infizieren, für mindestens 14 Tage in Isolation, ehe sie diese durch einen negativen Test beenden können. Kontaktpersonen müssen nach der noch geltenden Corona-Verordnung je nach behördlicher Anordnung mit bis zu zehn Tagen Quarantäne rechnen, können sich aber nach fünf Tagen freitesten.

5 Lüften

Die Schulen sind verpflichtet, viel zu lüften. Zusätzlichen Schutz verspricht sich das Bildungsressort von Luftfiltern. "Alle Schulen sind im vergangenen Jahr umfassend mit mobilen Luftreinigungsgeräten ausgestattet worden", heißt es dazu auf der Website des Bildungsressorts.

Sollten Schulen weiteren Bedarf an mobilen Luftreinigungsgeräten haben, könnten sie diese bestellen. Bräuchten die Schulen Unterstützung bei der Wartung der Geräte, könnten sie sich an die Senatorin für Kinder und Bildung wenden.

Bremer Bildungssenatorin: "Schule ist systemrelevant für Kinder"

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 10. Januar, 19.30 Uhr