OHB-Tochter Rocket Factory will 25 Millionen Euro Kapital einsammeln

  • Rocket Factory Augsburg (RFA) plant Finanzierungsrunde für neue Rakete
  • Kleine Trägerrakete könnte Satelliten ins All schießen
  • Bremer OHB-Konzern ist mit 53 Prozent am Startup beteiligt
Eine Rakete startet ins Weltall.
OHB setzt mit Rocket Factory auf die Entwicklung kleiner Raketen. (Symbolbild) Bild: Imago | Xinahua

Das Startup Rocket Factory Augsburg (RFA), an dem der Bremer Raumfahrtkonzern OHB die Mehrheit hält, will in einer neuen Finanzierungsrunde 25 Millionen Euro an frischem Kapital einsammeln. Das junge Unternehmen entwickelt eine kleine Trägerrakete für den Transport von Satelliten ins All. Inzwischen hat es mit dem Bau erster Prototypen des Triebwerks begonnen.

OHB hält 53 Prozent der Anteile an RFA. Das 2018 gegründete Unternehmen zählt 85 Mitarbeiter und plant den Erststart seiner "RFA 1" Ende 2022. Die 25 Meter lange Rakete verfügt über drei Stufen und soll eine Nutzlast von 1,3 Tonnen befördern können. Frachteinheiten – Satelliten fürs Internet, zur Navigation, Erdbeobachtung oder Forschungszwecken – können auf unterschiedlichen Orbit-Höhen abgesetzt werden.

Wir wollen diesen lukrativen Markt nicht den US-Unternehmen überlassen.

OHB-Vorstandschef Marco Fuchs

"Wir maximieren die Kostenvorteile der Serienproduktion, weil wir Raketen wie Autos bauen werden", sagte OHB-Chef Marco Fuchs auf einer Pressekonferenz. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten in diesem vielversprechenden Markt eröffne OHB jetzt weiteren ausgewählten Investoren die Möglichkeit, sich am Wachstum der Rocket Factory zu beteiligen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 11. Februar 2021, 23:30 Uhr