Bremer Satellitenbauer OHB zieht 300-Millionen-Dollar-Auftrag an Land

Das Gebäude des Raumfahrtunternehmens OHB in Bremen.

Bremer Satellitenbauer OHB zieht 300-Millionen-Dollar-Auftrag an Land

Bild: DPA | Carmen Jaspersen
  • OHB steht in finalen Verhandlungen mit US-Unternehmen
  • Auftrag beinhaltet vier Telekommunikationssatelliten
  • Für OHB geht es um den Einstieg in den US-Markt

Der Bremer Satellitenbauer OHB steht nach eigenen Angaben im kommerziellen Raumfahrtgeschäft vor einem Einstieg in den US-Markt. Man befinde sich in finalen Verhandlungen mit dem US-Unternehmen SpaceLink Corporation über die Lieferung von vier Telekommunikationssatelliten mit einem erwarteten Auftragsvolumen von mehr als 300 Millionen US-Dollar (rund 260 Millionen Euro), wie der OHB-Konzern am Mittwoch in Bremen in einer Ad-hoc-Meldung bekanntgab. OHB beabsichtige zudem, rund 25 Millionen US-Dollar in die Gesellschaft SpaceLink Corporation zu investieren.

Bei OHB wird der Deal auch als Einstieg in den US-Markt der kommerziellen Auftraggeber und als möglicher Türöffner für institutionelle Kunden gesehen. Die 100-prozentige OHB-Tocher OHB System AG will nächste Woche eine Vereinbarung unterschreiben, die die rechtliche Grundlage für das Satellitengeschäft schafft. Dies bezieht sich auf die Lieferung, den Start und Betrieb der Satelliten. Diese sollen mit je sechs Laser-Relais versehen werden, um vom Weltraum aus als Alternative zu Bodenstationen große Datenvolumina umzuschlagen.

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 13. Oktober 2021, 16 Uhr