Amok, Feuer, Cybermobbing: Neue Notfallpläne für Bremer Schulen

Einsatzkräfte der Polizei betreten eine Schule.
Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Bildungssenatorin und Schuldezernent stellen neue Notfallpläne vor.
  • Werke enthalten auch Anweisungen für Tage nach möglichem Krisenfall.
  • Alte Notfallpläne stammen aus 2009.

Die Schulen in Bremen und Bremerhaven bekommen neue Notfallpläne. Darin sind jetzt auch Krisensituationen beschrieben, die erst seit ein paar Jahren an den Schulen auftreten. Bremens Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) und der Bremerhavener Schuldezernent Michael Frost (Grüne) haben das überarbeitete Regelwerk am Mittwoch vorgestellt. Es gilt für mehrere Dutzend verschiedene Krisenfälle.

Der Notfallordner, in den die Schulleitungen in Bremen und Bremerhaven schauen sollen, wenn an ihren Einrichtungen etwas passiert ist, enthält nicht mehr nur Katastrophenszenarien wie Amokläufe, Feuer oder Bombendrohungen, sondern auch Handlungsanweisungen, was das Lehrpersonal und andere Verantwortliche tun müssen, wenn Schüler beispielsweise von Cybermobbing betroffen sind. Viele Tipps gibt es jetzt auch dafür, was an den Tagen nach einem Krisenfall, der den Schulalltag durcheinander gebracht hat, passieren soll und wo Schulleitungen Hilfe bekommen können.

Den bisherigen Notfallplan für die bremischen Schulen gab es seit 2009. Nach der Überarbeitung müssen nun auch die einzelnen Schulen ihre Krisenpläne anpassen. Laut Aulepp bieten die neuen Notfallpläne Orientierung und Handlungsempfehlungen – auch für die wichtige und sensible Zeit nach Notfallereignissen. Bremerhavens Schulstadtrat Frost erinnerte an die Gewalttat eines Armbrustschützen am Lloyd-Gymnasium im Mai. Sie habe gezeigt, wie wichtig es ist, auf derartige Situationen vorbereitet zu sein.

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Autor

  • Folkert Lenz

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 7. September 2022, 16 Uhr