Bremens Bürgerschaftspräsident: Mut bleibt die wichtigste Währung

Neujahrsansprache von Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff

Bild: Bürgerschaft Bremen

In seiner Neujahrsansprache würdigt Bürgerschaftspräsident Imhoff den Mut der Menschen in Bremen und Bremerhaven. Er warnt davor, Impfskeptiker abzuurteilen. Die 3 Kernbotschaften.

"Ein neues Jahr steht vor der Tür und ich möchte Ihnen ans Herz legen: Haben Sie Mut zur Gemeinschaft." So leitet Frank Imhoff (CDU) als Präsident der Bremischen Bürgerschaft seine Neujahrsansprache an die Bürgerinnen und Bürger des Landes Bremen ein. Ausgestrahlt wird sie am Silvestertag nach den 18 Uhr-Nachrichten auf Bremen Eins.

Wie schon in seiner Weihnachtsansprache im vergangenen Jahr steht die Pandemie im Mittelpunkt seiner Rede. Imhoff lobt den Gemeinsinn der Menschen in Bremen und Bremerhaven, wirbt für die Impfkampagne und mahnt alle, im Gespräch und solidarisch zu bleiben.

1 Mut war, ist und bleibt die Währung

Am 21. Januar 2022 jährt sich die Gründung des Bundeslandes Bremen zum 75. Mal. Imhoff erinnert daran, welche Aufbruchsstimmung im damals noch vom Krieg gezeichneten Bremen herrschte. Eigenständiges Bundesland zu werden sei damals ein "wichtiger Mutmacher" gewesen. Und Mut sei auch die Währung des auslaufenden Jahres gewesen.

Die Corona-Pandemie hat von uns allen in den vergangenen anderthalb Jahren jede Menge Mut erfordert – und auch so manche Zumutung. Bei all den Einschränkungen haben Sie Mut bewiesen, sich in Ihrer persönlichen Freiheit und mit den eigenen Bedürfnissen ein Stück zurückzunehmen – weil Sie verstanden haben: Diese Krise überwinden wir nur gemeinsam!

Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff vor einer Bildergalerie in der Bremischen Bürgerschaft.
Frank Imhoff (CDU), Präsident der Bremischen Bürgerschaft

2 Impfung gegen Corona ist und bleibt wichtigster Baustein

Imhoff würdigt die "Kraftanstrengung", dass sich die meisten Bürgerinnen und Bürger bereits haben impfen lassen. Sich gegen Corona impfen zu lassen oder nicht, sei "keine ausschließlich individuelle Entscheidung". Jeder von uns entscheide sich mit einer Impfung dafür, Menschen in seinem Umfeld zu schützen. Und damit die Gemeinschaft ebenso wie – auf vielfältige Weise – Individuen.

Jede Impfung ist auch eine Entscheidung dafür, Ärztinnen, Pfleger und medizinisches Personal – die seit anderthalb Jahren am Anschlag arbeiten – nicht weiter zu belasten und sie nicht vor die schreckliche Entscheidung zu stellen, wenn Betten und Beatmungsgeräte irgendwann nicht mehr für alle Patienten ausreichen.

Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff vor einer Bildergalerie in der Bremischen Bürgerschaft.
Frank Imhoff (CDU), Präsident der Bremischen Bürgerschaft

3 Gespräche mit Impfskeptikern weiterführen

Imhoff appelliert, Ungeimpfte nicht pauschal abzuurteilen: "Menschen, die sich aus individuellen Gründen bisher noch nicht dafür entschieden haben, sich zu impfen, sind und bleiben Teil unserer Gesellschaft." Gespräche miteinander müssten fortgesetzt werden, auch, wenn das anstrengend sei. Imhoff betont aber, dass sich Impfskeptiker auf Demonstrationen deutlich von Rechtsextremisten und Reichsbürgern distanzieren müssten und demokratische Werten nicht aufs Spiel setzen dürften. Seine Hoffnung ist, dass ein neuer Impfstoff der Impfkampagne bald neuen Rückenwind verschafft.

Nachdem jetzt zusätzlich noch ein sogenannter Totimpfstoff zugelassen ist, bitte ich diejenigen, die sich bis jetzt noch nicht impfen lassen haben, ihre Entscheidung zu revidieren, den Mut zu fassen und sich für ihre eigene Gesundheit und für die Gemeinschaft impfen zu lassen.

Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff vor einer Bildergalerie in der Bremischen Bürgerschaft.
Frank Imhoff (CDU), Präsident der Bremischen Bürgerschaft

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Abend, 31. Dezember 2021, 18:05 Uhr