Bremer Senat will Neubauten in der Innenstadt ohne Parkplätze planen

Die Verkehrszeichen Absolutes Haltverbot säumen eine Wohnstraße

Bremer Senat will Neubauten in der Innenstadt ohne Parkplätze planen

Bild: DPA | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres
  • Bauherren sollen in City-Nähe keine Stellflächen nachweisen müssen
  • Gesetzesentwurf sieht aber Bedingungen vor
  • Mietern müssen Alternativen zum Auto geboten werden

In der Bremer Innenstadt sollen künftig bei Neubauten praktisch gar keine Auto-Stellflächen mehr mitgeplant werden. Das steht im Entwurf für das neue Mobilitäts-Bau-Ortsgesetz, das jetzt der Senat vorgelegt hat. Es soll das Bremer Stellplatz-Gesetz ablösen, das Bauverantwortliche bislang dazu verpflichtete, Auto-Parkplätze oder Fahrradabstellanlagen zu schaffen.

In einer Ringzone um die City herum soll demnach die Pflicht zum Bau von Parkplätzen entfallen, wenn zum Beispiel Wohnungsmietern Bahn-Tickets oder Car-Sharing als Alternative zum eigenen Auto angeboten werden. Die Hoffnung ist, dass auf lange Sicht in Bremen weniger Menschen Auto fahren.

Das Gesetz könnte schon ab Oktober gelten, wenn die Bürgerschaft zustimmt. Jahrelang wurde darüber diskutiert.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 22. Juni 2022, 6 Uhr