Fragen & Antworten

Lieben Mücken wirklich "süßes" Blut? Wir klären über Mücken-Mythen auf

Eine Mücke sitzt auf einem Blatt.
side of wild fly chironomidae chironomus riparius culicidae culex mosquito on a green leaf ,

Diese Mücken sind in diesem Jahr besonders oft in Bremen unterwegs

Bild: Imago | YAY Images

Mücken lassen sich vom Licht anlocken, heißt es – doch stimmt das überhaupt? Wir haben bei den Experten vom Bremer Naturschutzbund nachgefragt.

Der Winter war mild, gibt es daher diesen Sommer besonders viele Mücken?
Der Winter hat laut Nabu kaum Auswirkungen auf die Mückenpopulation. Vom Ei bis zur geschlechtsreifen Mücke dauere es zehn bis 14 Tage bei idealen Bedingungen. Für eine massenhafte Vermehrung sei es aber derzeit eher zu kühl und das Wetter sei nicht besonders feucht. Krieblmücken und Gewittergnitzen gebe es allerdings häufiger.
Welche Mücken sind in diesem Jahr besonders in Bremen verbreitet?
Vor allem Stech-, Wald- und Wiesenmücken nerven die Bremerinnen und Bremer dieses Jahr. Besonders im Norden verbreitete Mückenarten sind dem Nabu derzeit allerdings nicht bekannt.
Es gibt den Mythos, Mücken mögen besonders "süßes" Blut. Stimmt das?
Das stimmt dem Nabu zufolge nicht. Mückenweibchen werden durch den Geruch des Menschen angelockt, Buttersäure scheint eine Auswirkung zu haben. Diese entsteht beispielsweise, wenn der Schweiß auf der Haut durch Bakterien zersetzt wird. Duschen vor dem Schlafengehen kann also Mückenstichen vorbeugen.
Werden Mücken vom Licht angelockt?
Nein. Nachtfalter orientieren sich laut Nabu am Licht, Mücken am Geruch – sie werden durch Licht sogar eher noch verschreckt.
Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Mückenpopulation aus?
Mediterrane Arten wandern laut Nabu in Bremen und umzu durch die höheren Temperaturen ein – darunter etwa die Tigermücke.

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Autor

  • Jean-Pierre Fellmer Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 10. Juni 2022, 23:30 Uhr