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Zerstückelte Bremer Leiche: Mord-Verdächtige aus U-Haft entlassen

Während der Eröffnung der sanierten Justizvollzugsanstalt am 27.02.2017 in Bremerhaven (Bremen) stehen einige Zellentüren offen.
Bild: DPA | Ingo Wagner
  • buten-un-binnen-Informationen: Verfahren nicht rechtzeitig eröffnet.
  • Verdächtige sollen im Frühjahr 2020 einen Mann ermordet haben.
  • Nach der Leiche wurde lange und aufwendig gesucht.

Die drei Tatverdächtigen, die im Frühjahr 2020 einen Mann aus der Bremer Neustadt getötet und zerstückelt haben sollen, sind aus der U-Haft entlassen worden. Das hat das Bremer Landgericht bestätigt.

Die Hintergründe sind noch unklar. Nach Informationen von buten un binnen war das Verfahren gegen die drei Männer nicht rechtzeitig eröffnet worden. Der Fall hatte im Herbst für Aufsehen gesorgt: Das 46-jährige Opfer galt bereits anderthalb Jahre als vermisst, als die Polizei Hinweisen auf eine Gewalttat nachging.

Auf der Suche nach den Leichenteilen hatten die Ermittler unter anderem einen Acker nahe Posthausen umgegraben. Schließlich wurden die drei Männer festgenommen, die nun entlassen wurden. Sie sollen in der Vernehmung eingeräumt haben, das Opfer getötet, zerstückelt und dann vergraben zu haben. Auf einem anderen Acker in Niedersachsen fand die Polizei schließlich Teile der Leiche.

Mehr zu dem Fall und der Suche nach der Leiche:

Autorin

  • Lisa-Maria Röhling

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 18. Mai 2022, 12 Uhr