Experten machen Bilder vom Bremerhavener Molenturm für Rekonstruktion

Bild: DPA | Markus Hibbeler
  • Leuchtturm wird anhand von digitalen Aufnahmen rekonstruiert
  • Turm soll bis Ende nächster Woche abgebaut werden
  • Denkmalgeschützte Kuppel soll gesichert werden

Experten wollen an diesem Sonntag Digitalaufnahmen von dem schiefen Molenturm in Bremerhaven machen. Anhand dieser Aufnahmen soll der Turm nach der geplanten Erneuerung der Mole originalgetreu rekonstruiert werden. Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) sagte, sie hoffe, dass der Abbau bis Ende nächster Woche abgeschlossen ist.

Zuvor muss aber zunächst die denkmalgeschützte Kuppel gesichert werden. Danach soll der Molenturm kontrolliert auf den Ponton gekippt werden. Das sagte ein Sprecher der Hafengesellschaft bremenports buten un binnen. Experten haben inzwischen untersucht, wie sich die rote Kappe vom über einhundert Jahre alten Mauerwerk lösen lässt.

Ponton soll Molenturm sichern

Am Samstag hatten Experten den schiefen Moleturm gegen ein Versinken in der Weser gesichert. Sie haben einen Ponton mit Strohauflage neben den Turm bugsiert. Sollte die Mole weiter absacken oder der Turm seine Schräglage nicht mehr halten können, so würde er nun relativ weich fallen. Das Stroh auf dem herangebrachten Ponton soll einen eventuellen Sturz dämpfen. Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) zeigte sich erleichtert darüber, dass die Aktion geglückt ist.

In der Nacht zum Donnerstag hatte sich die Nordmole, an deren Spitze das Leuchtfeuer mit dem roten Haupt steht, abgesenkt – der rund 20 Meter hohe Turm geriet daraufhin in eine Schieflage.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 21. August 2022, 19:30 Uhr