Große Parteien in Bremen verlieren Mitglieder – Rekorde für kleine

Zwei Spaziergänger gehen auf einer Brücke an einer Reihe von Wahlplakaten vorbei
Bild: DPA | Revierfoto
  • SPD und CDU verlieren weitere Mitglieder
  • Linke, FDP und Grüne freuen sich über Höchststände
  • Das ist das Ergebnis einer Umfrage von buten un binnen

Im vergangenen Jahr haben die sogenannten "Volksparteien" in Bremen weitere Mitglieder verloren. Die kleineren Parteien dagegen freuen sich über Höchststände bei den Mitgliederzahlen. Das hat eine Abfrage von buten un binnen ergeben.

Dass die Linkspartei in Bremen vor zweieinhalb Jahren nach der Bürgerschaftswahl in die Regierung gegangen ist, hat ihr offenbar zahlreiche Neuzugänge verschafft. Mehr als 700 Mitglieder zählt die Linke nun. Fast 40 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Allein 2021 gab es 93 Eintritte – die meisten gleich nach der Bundestagswahl.

Auch bei der FDP gehen die Zahlen seit fünf Jahren nach oben: Mehr als 500 Mitglieder zählt der Bremer Landesverband nun – so viele wie noch nie. Ein "Allzeithoch" melden auch die Grünen in Bremen: Von jetzt mehr als 1.200 Parteiangehörigen sind allein 195 im vergangenen Jahr eingetreten.

Schwund durch Wahl und Altersstruktur

Bei den traditionell größeren Parteien ist der Trend genau umgekehrt: Die Bremer SPD kann jetzt nur noch auf 3.800 Genossen bauen – 100 weniger als im Vorjahr. Der Schwund komme durch die "schwierige Altersstruktur", heißt es. Ähnlich die Christdemokraten: Trotz 95 Neuzugängen sank die Mitgliederzahl in Bremen jetzt knapp unter die 2.000er-Marke. Schuld sei die Bundestagswahl. Daran gebe es nichts zu beschönigen, sagt ein CDU-Sprecher.

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Autor

  • Folkert Lenz

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 14. Januar 2022, 12 Uhr