Bremer Millionen-Diebstahl: Mutmaßliche Komplizin vor Gericht

Die gesuchte Yasemine Gündogan und das Tatfahrzeug (Montage)
Bild: Polizei Bremen
  • Prozessauftakt um Millionen-Diebstahl in Bremen beginnt
  • 24-jährige mutmaßliche Komplizin der Tat vor Gericht
  • Mutmaßliche Hautpttäterin auf der Flucht

Ein Fall, der Aufsehen erregte: Exakt 8.196.925 Euro soll die flüchtige mutmaßliche Haupttäterin am 21. Mai dieses Jahres aus Geschäfträumen des Geldtransportunternehmens "Loomis" in Bremen-Walle gestohlen haben. Das zumindest sagt die Staatsanwaltschaft.

Die damalige Angestellte des Unternehmens soll das auf mehrere Sicherheitstaschen verteilte Geld in einem Rollcontainer aus dem Gebäude geschmuggelt und schließlich in einem Mercedes Vito abtransportiert haben, ehe sie sich krank meldete. Die Firma bemerkte den Verlust des Geldes der Polizei zufolge erst Tage später, nach Pfingsten. Zu diesem Zeitpunkt war die mutmaßliche Täterin bereits verschwunden.

Angeklagte soll bei der Flucht geholfen haben

Offenbar jedoch verübte sie den Diebstahl nicht allein. Heute eröffnet das Landgericht Bremen den Prozess gegen eine 24-jährige Angeklagte, die der flüchtigen Haupttäterin geholfen haben soll. Die Angeklagte soll der Staatsanwaltschaft zufolge während der Tat mit der Haupttäterin telefoniert und sie auch bei der Planung der Flucht unterstützt haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr außerdem vor, dass sie gleich im Anschluss an den Diebstahl einen Anteil von 26.000 Euro an der Beute erhalten haben soll. Ermittler hatten diese Summe bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt. Seit Monaten sitzt die 24-Jährige deswegen in Untersuchungshaft.

Der Tatvorwurf beim heute beginnenden Prozess lautet "Beihilfe zum Diebstahl in einem besonders schweren Fall". Mit einem schnellen Urteil ist nicht zu rechnen. Das Landgericht hat bereits 15 weitere Termine für die Hauptverhandlung festgelegt.

Mutmaßliche Komplizin im Bremer Millionen-Diebstahl vor Gericht

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 7. Dezember, 6 Uhr