Wasserstoff-Fabrik in Wilhelmshaven könnte Energiewende vorantreiben

Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven aus der Luft fotografiert.
Bild: DPA | picture alliance
  • Grüner Wasserstoff soll aus importiertem Methan gewonnen werden
  • Wasserstoff könnte bis zu zehn Prozent des deutschen Energiebedarfs decken
  • Belgische Investorengruppe treibt Projekt voran

In Wilhelmshaven soll ein milliardenschweres Großprojekt zur Energieversorgung entstehen. Nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" plant eine belgische Investorengruppe ein Terminal, um synthetisches Methan aus dem Mittleren Osten zu importieren. Das Methan soll später in einer Fabrik in Wilhelmshaven in grünen Wasserstoff umgewandelt werden.

Auf dem Voslapper Groden bei Wilhelmshaven soll in den nächsten fünf Jahren die erste Gigawatt-Fabrik entstehen, in der industriell in großem Maßstab grüner Wasserstoff hergestellt wird. Vier bis sechs Supertanker der "Suez-Klasse" sollen in einer Art Kreislaufsystem das Methan aus dem Mittleren Osten nach Wilhelmshaven bringen. Das Methan soll dann in mehreren Ausbauschritten so viel Wasserstoff hergestellt werden, das allein damit zehn Prozent des deutschen Energiebedarfs gedeckt sein könnten. Die belgische Investorengruppe will dem Bericht zufolge 2,5 Milliarden Euro investieren.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) zeigte sich in der "Welt am Sonntag" begeistert von den Plänen: Das Projekt sei "eine gigantische Chance, nicht nur für die Region, sondern für die Energiewende insgesamt".

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 22. Januar 2022, 10 Uhr