Mehr Menschen mit Behinderung in Bremen wegen Pandemie arbeitslos

Ein Rollstuhlsymbol auf dem Asphalt einer Straße
Die Corona-Pandemie erschwert die Arbeitsmarktbedingungen für Menschen mit Behinderung (Symbolbild). Bild: Imago | allOver
  • Arbeitslosigkeit seit Pandemiebeginn um zwei Prozent gestiegen
  • Wirtschaftswissenschaftler sieht deutliche Rückschritte bei Inklusion
  • Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung erhole sich langsamer

Die Arbeitslosigkeit unter Menschen mit Behinderung in Bremen und Niedersachsen hat in den Corona-Jahren zugenommen. Im Bundesland Bremen hatten in den ersten zehn Monaten dieses Jahres im Durchschnitt 1.646 Menschen mit Behinderung keine Arbeit. Die Zahl lag damit höher als 2020. Im Vergleich zurzeit vor Corona waren zwei Prozent mehr Menschen mit Behinderung arbeitslos. Das geht aus dem Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institutes hervor. Die Arbeitslosigkeit im Oktober lag um etwa sieben Prozent höher als in Vergleichsmonaten vor der Pandemie.

Arbeitslosigkeit auch in Niedersachsen gestiegen

Die Fortschritte der Inklusion seit 2016 seien durch Corona zunichtegemacht worden, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup. Weil der Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung sich langsamer erhole, hätten diese länger mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen als Nichtbehinderte.

In Niedersachsen waren in den ersten zehn Monaten dieses Jahres im Durchschnitt 13.412 Menschen mit Behinderung arbeitslos. Das seien mehr als im gleichen Zeitraum 2020, in dem die Arbeitslosigkeit ebenfalls gestiegen war.

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 30. November 2021, 23:30 Uhr