Bremen verbannt Einweg-Becher von Veranstaltungen

Leere Pappbecher stehen am Straßenrand.

Bremen läutet das Ende der Einweg-Becher-Ära ein

Bild: Imago | IPON
  • Einweg-Becher sollen durch wiederverwendbare Becher ersetzt werden
  • Im zweiten Schritt werden auch Einweg-Teller verboten
  • Pflicht soll für alle Veranstaltungen auf Grundstücken der Stadt gelten

Bremen soll ab dem kommenden Jahr ein Mehrweggebot für Veranstaltungen einführen, um Müll zu vermeiden. Das hat die Stadtbürgerschaft beschlossen.

Ab März 2023 sollen zunächst Einweg-Becher durch wiederverwendbare Alternativen ersetzt werden. Ein Jahr später soll das Mehrweggebot dann auch für Geschirr und Besteck gelten. Das betrifft alle Veranstaltungen und Märkte auf Grundstücken oder in Einrichtungen der Stadt.

Bekommt Bremen ein eigenes Mehrwegsystem?

Es betrifft aber auch alle Events, die die Stadt selbst veranstaltet oder finanziell fördert. In allen diesen Fällen sollen Einwegverpackungen für Getränke und Speisen künftig tabu sein. Damit auch kleine Veranstaltungen auf Einweg verzichten können, soll die Möglichkeit eines kommunalen Mehrwegsystems geprüft werden.

Außerdem fordert die Stadtbürgerschaft den Senat auf, auch mit dem Bremerhavener Magistrat über eine solche Regelung zu reden und sich im Bundesrat für deutschlandweite Pfandsysteme einzusetzen. Die CDU stimmte mit SPD, Grünen und Linken. Die FDP lehnte den Koalitionsantrag ab – man sei sich im Ziel einig, aber nicht im Weg dahin, so ihre Begründung.

Bratwurst-Pappe? Nein danke – Mehrwegpflicht in Bremen ab 2023

Bild: Radio Bremen


Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. Mai 2022, 6:00 Uhr