Rotes Kreuz zeichnet Radio-Bremen-Feature "Legale Ausbeutung" aus

Bild: Radio Bremen
  • Sozialreportagen mit 12.000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet
  • Preisverleihung in vier Kategorien
  • Bremer Rotes Kreuz organisiert bundesweit ausgeschriebenen Medienpreis

Das Deutsche Rote Kreuz hat am Mittwochabend in Bremen seinen insgesamt mit 12.000 Euro dotierten diesjährigen Medienpreis vergeben. Die Auszeichnung würdigte Beiträge, die aktuelle sozialpolitische Themen beleuchten und Menschen zeigen, die sich in unvorhergesehenen Lebenssituationen befinden. Die Auszeichnung wurde im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft in vier Kategorien für Print-, Hörfunk-, Fernseh- und Online-Arbeiten überreicht.

In der Kategorie Print waren Anna Petersen, Laura Treffenfeld und Lily von Consbruch erfolgreich. Sie haben in der "Lüneburger Landeszeitung" unter der Frage "Was bedeutet Armut?" über Hilfen für wohnungslose Menschen geschrieben.

Charly Kowalczyk erhält DRK-Medienpreis 2022

Als Hörfunk-Feature wurde ein Beitrag im Bayerischen Rundfunk von Christiane Hawranek, Claudia Gürkov und Melanie Marks ausgezeichnet. "Das Horrorheim" lautet die Überschrift ihrer Arbeit, in der es um profitorientierte Pflege auf Kosten der Betroffenen geht. Ebenfalls erfolgreich in diesem Genre war Charly Kowalczyk mit einem Radio-Bremen-Feature unter dem Titel "Legale Ausbeutung" zur Situation osteuropäischer Leih- und Wanderarbeiter in Deutschland.

Als beste Fernsehreportage ehrte die Jury das Stück "Schwarze Adler" des Berliner Dokumentarfilmers Torsten Körner. Darin erzählen schwarze Spielerinnen und Spieler aus Fußball-Nationalmannschaften ihre persönlichen Geschichten. Ein Preis für digitale Medien ging an die Hamburger Reporterin Julia Kopatzki, die bei "Zeit online" unter dem Titel "Frau Radix hat die Lösung" das Porträt einer Krankenhaus-Seelsorgerin veröffentlicht hat.

Die Gewinner wurden aus insgesamt 256 Einsendungen ausgewählt. Das Bremer Rote Kreuz organisiert den bundesweit ausgeschriebenen Preis seit 16 Jahren.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Juni 2022, 19.30 Uhr