Entscheidung über die Zukunft der Martinistraße fällt erst im Sommer

Die aktuelle Straßenführung auf der Martinistraße: Autos haben je eine Spur pro Richtung – Fahrräder auch.
Bild: Radio Bremen
  • Mobilitätssenatorin Schaefer ist zufrieden mit den Verkehrsversuchen
  • Senatorin ist überzeugt, dass eine der Varianten für alle Teilnehmer funktioniere
  • Verkehrsversuche enden am Wochenende

Bremens Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne) ist zufrieden mit den Verkehrsversuchen an der Martinistraße. Die Grünen-Politikerin hat auf einer Pressekonferenz eine positive Bilanz gezogen. Schaefer ist davon überzeugt, dass eine der simulierten Straßenführungen für alle Verkehrsteilnehmer funktioniert, und das ohne die umliegenden Stadtteile zusätzlich zu belasten.

Zusätzliche Radwege bleiben vorerst

Die Entscheidung fällt allerdings erst im Sommer, wenn alle Ergebnisse ausgewertet sind. Bis dahin soll alles bleiben, wie es gerade ist, so Schaefer: also einspurig, statt zweispurig und mit einem zusätzlichen Radweg auf beiden Seiten.

Bei der Opposition stößt das auf massive Kritik: Der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Hartmut Bodeit, spricht von einem Verkehrsversuch mit viel Klimbim und das für 1,3 Millionen Euro. Sein FDP-Kollege Thore Schäck kritisiert, dass man mit wechselnden Verkehrsregelungen zum Feierabend regelmäßig halb Bremen lahmgelegt habe.

Carolin Reuther von der City-Initiative Bremen verweist darüber hinaus auf die Probleme für Lieferanten. Die werden vorerst bleiben – lediglich die Phase wechselnder Versuche ist am Montag offiziell vorbei.

Verkehrsprojekt in der Martinistraße endet: Erfolg oder Rohrkrepierer?

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 14. April 2022, 16 Uhr