Tagung in Bremen: Marburger Bund diskutiert Ärztemangel

Eine Ärztin und ein Arzt begutachten ein Röntgenbild.
Bild: Imago | Westend61
  • Ärzteverband Marburger Bund tagt in Bremen
  • Diskussion über Patientenversorgung
  • Demografischer Wandel verursacht Ärztemangel

Der Ärzteverband Marburger Bund kommt am Samstag zu seiner zweitägigen Frühjahrshauptversammlung in Bremen zusammen. Die 230 Delegierten wollen vor allem die Frage diskutieren, wie sich die Patientenversorgung sicherstellen lässt, wenn in den nächsten Jahren Ärztinnen und Ärzte aus der geburtenstarken "Babyboomer"-Generation in den Ruhestand gehen.

Der Marburger Bund ist der Verband aller angestellten und verbeamteten Ärztinnen und Ärzte. Mit rund 131.000 Mitgliedern ist er nach eigenen Angaben der größte deutsche Ärzteverband.

Politik soll mehr Studienplätze schaffen

Der Marburger Bund warnte, vom Ärztemangel sei nicht allein die Allgemeinmedizin betroffen, in vielen weiteren Fachrichtungen werde inzwischen händeringend nach Nachwuchs Ausschau gehalten. Auf das deutsche Gesundheitswesen rolle in den nächsten zehn Jahren eine riesige Ruhestandswelle zu. Darauf müsse sich die Politik jetzt vorbereiten und die Studienkapazitäten sukzessive dem wachsenden Ersatzbedarf anpassen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 21. Mai 2022, 7 Uhr