Bund macht Tempo: Schwimmendes LNG-Terminal für Wilhelmshaven

Tanker im Hafen

Bund macht Tempo: Schwimmendes LNG-Terminal für Wilhelmshaven

Bild: DPA | Lex Van Lieshout
  • Gasversorgung soll mit schwimmenden LNG-Terminals gesichert werden.
  • Regierung will vier Terminals für zehn Jahre mieten, auch in Wilhelmshaven.
  • Flüssiggas soll schon im Winter aus USA, Norwegen und Katar kommen.

Die Bundesregierung will für vier schwimmende Flüssiggas-Terminals zweieinhalb Milliarden Euro ausgeben. Das geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums hervor, das dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt.

Die Pläne sehen vor, die vier Terminals mit dem Geld zehn Jahre lang zu mieten und zu betreiben. Über sie soll Flüssiggas aus Norwegen, den USA und auch Katar direkt nach Deutschland geliefert werden, und das möglichst schon im nächsten Winter. Einer der Standorte soll Wilhelmshaven sein. Niedersachsen will aber auch die Genehmigungsverfahren für ein Import-Terminal in Stade vorantreiben, damit weitere Flüssiggastanker anlegen können.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte bereits im März in Aussicht gestellt, dass Deutschland bei der Gasversorgung künftig verstärkt auf Spezialschiffe zurückgreifen will. Denn bislang deckt Deutschland immer noch etwa 55 Prozent seines Gasbedarfs aus Russland ab und das soll sich vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs so schnell wie möglich änderrn.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 15. April 2022, 9 Uhr