Löhne der Bremerhavener Lloyd-Werft-Mitarbeiter bis Ende März sicher

Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Insolvenzverwalter sichert Gehälter bis Ende März zu.
  • Danach soll es eine neue Perspektive für das Unternehmen geben.
  • Eine Option könnte der Bau von Militärschiffen sein.

Die Löhne der Bremerhavener Lloyd-Werft-Beschäftigten sind laut Insolvenzverwalter Per Hendrik Heerma bis Ende März gesichert. Bis dahin soll es eine neue Perspektive für das Unternehmen geben. Eine Option ist dabei wohl der Bau von Militärschiffen. Als Reparatur- und Umbauwerft biete die Lloyd-Werft dafür eine gute Ausgangslage, sagte Heerma. Er sei zurzeit dabei, neue Auftraggeber an Land zu ziehen. Parallel führe er auch Verkaufsverhandlungen in alle Richtungen. Er bestätigte inzwischen, dass er die Werft komplett zum Kauf anbieten kann – also inklusive aller Grundstücke und Anlagen.

Das Bremerhavener Stahlbauunternehmen Rönner hat bereits Interesse an einem Kauf signalisiert. Im Gespräch sind daneben weitere Investoren, unter anderem aus den Arabischen Emiraten. Die Lloyd-Werft gehört ebenso wie die MV-Werften in Mecklenburg-Vorpommern zum asiatischen Genting-Konzern, der wegen der Corona-Pandemie in die Krise geraten war und für mehrere Standorte Insolvenz angemeldet hatte. 

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 17. Januar 2021, 19:30 Uhr