Politik berät über Zukunft der Bremerhavener Lloyd-Werft

Lloyd-Werft in Bremerhaven bei nebeligem Wetter (Archivbild)
Bild: Imago | Papsch
  • Politiker sprechen mit Insolvenzverwalter über nächste Schritte
  • Im Anschluss soll es eine Betriebsversammlung geben
  • Bremens Wirtschaftssenatorin will Käufer aus der Region finden

Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) trifft am Mittag den vorläufigen Insolvenzverwalter der Bremerhavener Lloyd-Werft. Außerdem nehmen Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD), eine Vertreterin der IG Metall, der Betriebsrat der Werft und Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) teil. Sie wollen über die Zukunft der Werft sprechen. Im Anschluss soll es eine Betriebsversammlung geben. Die Lloyd-Werft hatte am Montag ebenso wie die Werften des Genting-Konzerns in Mecklenburg-Vorpommern einen Insolvenzantrag gestellt.

Vogt will zusammen mit dem Insolvenzverwalter für die Werft eine Lösung mit einem Eigentümer aus der Region suchen. Das sagte sie buten un binnen. Dabei sei es wichtig, dass die Werft als Ganzes verkauft werde. Sie bestehe aus einer Betriebs- und einer Besitzgesellschaft. Beide müssten zusammen an einen regionalen Betreiber gehen. Dann hätte die Lloyd-Werft eine Perspektive, sagte Vogt.

Es ist super-, superärgerlich, dass Genting Hongkong nicht bereit war, die Lloyd-Werft zu verkaufen. Die Lloyd-Werft war Teil des Pokers zwischen der Bundesregierung und Genting und der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern. Man hat, ehrlich gesagt, die Beschäftigten da in Geiselhaft genommen, die Beschäftigten in Bremerhaven.

Eine Frau, Kristina Vogt, blickt in eine Kamera.
Kristina Vogt (Linke), Bremens Wirtschaftssenatorin

Insolvenzverwalter spricht von schwieriger Ausgangslage

Der vorläufige Insolvenzverwalter für die Werft, der Hamburger Rechtsanwalt Per Hendrik Heerma, spricht von einer schwierigen Ausgangslage. Denn es gebe für die Mitarbeiter wenig Beschäftigung. "Und deshalb war eine der ersten Amtshandlungen, die ich hier gemacht habe, dass ich die mir bekannten Schiffbauunternehmer angerufen habe, und die haben mir sehr schnell zugesagt, zu prüfen, ob sie von uns Arbeitnehmer übernehmen können, wenigstens einige wenige", so Heerma. Es gelte nun, den Standort zu sichern. Die Lloyd-Werft hat nach Angaben der IG Metall derzeit rund 300 Beschäftigte.

Wie geht es mit der Lloyd Werft in Bremerhaven weiter?

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 11. Januar 2022, 6 Uhr