Angeblich neue Kauf-Interessenten für Bremerhavener Lloyd-Werft

Bild: Radio Bremen
  • Geschäftsführer spricht von weiteren möglichen Übernahme-Interessierten
  • Bremerhavener Rönner-Gruppe ist ebenfalls weiterhin interessiert
  • Beschäftigte protestieren im Beisein von Bremens Bürgermeister Bovenschulte

Für die Bremerhavener Lloyd-Werft soll es weitere Übernahme-Interessenten aus dem Ausland geben. Das sagte der Geschäftsführer der Lloyd Werft und Genting-Vertreter in Deutschland, Carsten Haake am Freitagabend vor der Belegschaft. Er schloss auch nicht aus, dass Genting die Werft doch noch weiterführt.

Eine Übernahme durch die Bremerhavener Rönner-Gruppe ist ebenfalls noch nicht vom Tisch. Bisher habe man sich aber nicht auf Bedingungen für einen Verkauf einigen können, sagte Haake. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) und Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) versicherten, alles tun zu wollen, um zwischen Unternehmen und möglichen Kaufinteressenten zu vermitteln.

Protest der Beschäftigten

Mehrere Dutzend Beschäftigte demonstrierten während der Versammlung für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und für einen Verkauf an Rönner. "Unsere Existenzen stehen hier auf dem Spiel", riefen sie. Der Eigentümer der Lloyd-Werft, die malaysische Genting-Gruppe, hatte Anfang des Jahres angekündigt, die Werft schließen zu wollen. Zwischenzeitlich war Genting zurückgerudert. Inzwischen fürchtet die Gewerkschaft wieder, die Schließung könne zur Debatte stehen.

Autor

  • Dirk Bliedtner Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 12. November 2021, 19:30 Uhr