Bremer Linke wollen wegen Corona Ausweitung des Kurzarbeitergeldes

Mehrere Hände halten rote Stimmzettel in die Luft

Bremer Linke wollen wegen Corona Ausweitung der Kurzarbeitergeldes

Bild: DPA | Patrick Stollarz
  • Bremer Linke wollen Kurzbeitergeld wegen Pandemie länger als zwei Jahre zahlen
  • Delegierte des Landesparteitages fordern außerdem Mindestkurzarbeitergeld
  • Landesspitze wird neu aufgestelllt

Die Linke im Land Bremen setzt sich dafür ein, das Kurzarbeitergeld in der Pandemie zu verlängern und ein Mindestkurzarbeitergeld einzuführen. Einen entsprechenden Antrag verabschiedeten die Delegierten am Wochenende auf einem digitalen Landesparteitag mit großer Mehrheit. Das Kurzarbeitergeld sollte nach Meinung der Bremer Linken länger als 24 Monate gezahlt werden. Sonst hätten vor allem Menschen aus der Veranstaltungsbranche bald keinen Anspruch mehr darauf. Viele seien dort bereits seit Frühjahr 2020 in Kurzarbeit.

Darüber hinaus sieht der Beschluss vor, dass nach 12 Monaten mindestens 90 Prozent vom Netto gezahlt werden sollen. Ein weitere Forderung: ein Mindestkurzabeitergeld von 1200 Euro. Außerdem sprachen sich die Delegierten in einem weiteren Antrag dafür aus, in Bremen und Bremerhaven Toleranzflächen für Obdachlose auszuweisen. Von dort sollen Menschen ohne Wohnung nicht vertrieben werden dürfen.

Studentin neue Landesvorsitzende der Linken

Zuvor hatte der Parteitag einen neuen Landesvorstand gewählt. Neue Landesvorsitzende ist Anna Fischer. Die 24-Jährige Studentin der Medien- und Kommunikationswissenschaften setzte sich mit 52 Prozent gegen die bisherige Co-Chefin Cornelia Barth durch. Der Co-Parteichef Christoph Spehr wurde mit 58 Prozent im Amt bestätigt. Er setzte sich gegen Herausforderer Felix Pithan durch. Insgesamt gab es viel Bewegung im Landesvorstand: Auch der stellvertretende Landesprecher und alle Mitglieder im erweiterten Landesvorstand wurden ausgetauscht.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 17. Januar 2022, 6 Uhr