Corona: Linke fordern mehr Einsatz für benachteiligte Stadtteile

  • Landesvorstand veröffentlicht Papier mit Forderungen
  • In benachteiligten Stadtteilen sollte bevorzugt geimpft werden
  • Linke wollen Lockerungen nicht pauschal vornehmen sondern zielgerichtet
Menschen gehen über einen Gehweg in Gröpelingen
Auch hier in Gröpelingen gab es mehr Corona-Infektionen als in anderen Stadtteilen. Bild: Radio Bremen

Die Bremer Linke fordert einen anderen Kurs in der Corona-Politik des Landes Bremen. Das steht in einem Positionspapier, das der Landesvorstand veröffentlicht hat. Darin fordert die Linke die Landesregierung unter anderem auf, sich verstärkt um sozial benachteiligte Stadtteile in Bremen und Bremerhaven zu kümmern.

Lehe in Bremerhaven oder auch Osterholz-Tenever in Bremen sind Stadtteile, in denen viele Menschen auf engem Raum leben. Hier hat die Pandemie leichteres Spiel. Solche Stadtteile sollten beim Impfen gegen Corona vorgezogen werden, findet der Vorstand der Bremer Linken. Er ist außerdem dafür, Corona-Beschränkungen nicht etwa pauschal zu lockern, sondern zuerst zum Beispiel im Freizeitsport oder in Jugendzentren – also in Orten des "sozialen Ausgleichs", wie die Linke es nennt – und nicht da, wo der Lobbydruck am größten sei.

Linke für mehr Busse und Bahnen und Druck auf Unternehmen

Die bisherige Corona-Wirtschaftspolitik greift der Linken ebenfalls zu kurz. Sie fordert mehr Busse und Bahnen in den Stoßzeiten und mehr Druck auf die Bremer Betriebe, etwa eine Pflicht zum Homeoffice und zu regelmäßigen Coronatests. Denn die bisherige Testpflicht wird von den Bremer Behörden weder kontrolliert, noch bestrafen sie Verstöße.

Rückblick: Bremens Impf-Modell-Projekt startet in Gröpelingen

Video vom 7. Mai 2021
Eine Impfeinladung der Stadt Bremen für Menschen im Stadtteil Gröpelingen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 9. Mai 2021, 14 Uhr