Gericht: Straßenbahnlinie 8 über Stuhr nach Weyhe kann gebaut werden

Verlängerung der Bremer Straßenbahnlinie 8 kann gebaut werden

Bild: Radio Bremen
  • Verlängerung bis nach Weyhe kann gebaut werden
  • Anwohner hatten gegen Trasse geklagt
  • Strecke soll bis 2024 in Betrieb gehen

Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 8 von Bremen ins niedersächsische Umland darf gebaut werden. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg entschieden. Der Senat und die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) wollen die Linie über Stuhr bis nach Weyhe (beides Landkreis Diepholz) ausbauen.

Allerdings hatten 2014 mehrere Anwohner und Unternehmen, die sich an der Trasse befinden, dagegen geklagt. Sie befürchten mehr Lärm und Erschütterung durch die vorbeifahrenden Straßenbahnen. Jetzt hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg entschieden, die Linie 8 darf wie geplant gebaut werden. Eine Revision gegen das Urteil hat das Oberverwaltungsgericht nicht zugelassen.

Mobilitätssenatorin kritisiert jahrelange Verfahrensdauer

Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne) zeigte sich zufrieden mit dem Urteil. Es zeige, dass die Planung des Ausbaus korrekt gelaufen sei. Gleichzeitig kritisierte Schaefer die jahrelange Verfahrensdauer. Dies könne man sich angesichts der Klimakrise so nicht weiter leisten.

Die Straßenhahn-Linie 8 soll die bisherige Buslinie 55 über Moordeich und Stuhr nach Brinkum ersetzen. Ziel ist die Inbetriebnahme der Strecke im Jahr 2024.

Diese Straßenbahnlinie hat hohe Bedeutung für täglich tausende Pendlerinnen und Pendler, die momentan vielfach mit dem Auto nach Bremen kommen. Das Urteil ist somit ein Meilenstein für die Verkehrswende und den Klimaschutz. Zugleich ist die Verlängerung der Straßenbahnlinie wichtig für die Bremer Innenstadt und die Kulturszene sowohl in Bremen als auch beispielsweise in Weyhe.

Maike Schaefer im Interview.
Mobilitätssenatorin Maike Schaefer
Eine fahrende Straßenbahn in Bremen.
Bild: Radio Bremen | Martin von Minden

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 21. Januar 2022, 19:30 Uhr