Sie wollen ein Lastenrad kaufen? Bremen schießt bis zu 1.250 Euro zu

Ein Mann fährt mit einem Lastenrad durch eine Straße.

Bremen will den Kauf von Lastenrädern fördern

Bild: Imago | Michael Gstettenbauer
  • Privatpersonen können bis zu 1.250 Euro bekommen
  • Insgesamt investiert Bremen eine halbe Millionen Euro
  • Geld kommt aus einem Klimaschutzfonds

Bremen will ab Mitte April den Kauf von Lastenrädern und Fahrradanhängern fördern. Privatpersonen können dann einen Zuschuss von bis zu 1.250 Euro pro Rad bekommen. Das teilte Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne) am Montag mit.

Privatpersonen, Vereine und kleine Unternehmen können ab dem 20. April einen Monat lang Anträge beim Verkehrsressort stellen. Für Lastenräder übernimmt Bremen bis zu 40 Prozent, für Fahrradanhänger die Hälfte. Insgesamt investiert Bremen eine halbe Millionen Euro für das Projekt. Das Geld kommt aus einem Klimaschutzfonds.

Förderung gilt nicht für Bremerhaven

Senatorin Schaefer sagt, dass die Behörde mit dem Geld rund 600 bis 800 Anhänger und Lastenräder fördern kann. Für Bremerhaven gilt diese Förderung nicht. Der Bremer ADFC und der Fußgängerverein unterstützen das Projekt, fordern aber, die Radwege weiter auszubauen und mehr Stellplätze zu schaffen.

Ähnliche Fördertöpfe waren in anderen Bundesländern schnell ausgeschöpft. In Niedersachsen ist ein Förderprogramm deswegen zum Jahresbeginn verlängert worden.

ADFC will sich für Bremerhaven-Förderprogramm einsetzen

Der Allgemeinde Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßt die Lastenradförderung für die Stadt Bremen. Der Bremer ADFC bezeichnet die Initiative als "tollen Erfolg". Da laut ADFC jedes Lastenrad ein Auto ersetzen könne, bedeute dir Förderung einen großen Schritt für die Verkehrswende, so der Verein in einer Mitteilung.

Gleichzeitig moniert der Landesverband, dass die Förderung nur für die Stadt Bremen, nicht aber für Bremerhaven gelte. Der ADFC wolle sich dafür einsetzen, dass auch Bremerhavener profitieren.

"Möglichst viele Bremer sollen sich ein Lastenrad leisten können"

Bild: Radio Bremen


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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 21. März 2022, 14 Uhr