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Bremerhavener Lagune: Das sind die Plansch-Pläne fürs Weserstrandbad

Zwei junge Frauen und ein Pärchen stehen im Wasser vor einer Kaimauer.
Zwei junge Frauen und ein Pärchen amüsieren sich am 24.06.2005 am Weserstrand vor dem Leuchtturm Nordmole an der Einfahrt zum Geestevorhafen in Bremerhaven.
Bild: DPA | Ingo Wagner

Eine Badestelle an der Weser in Bremerhaven soll kommen. Die Vorbereitungen für eine Lagune im Zuge des Nordmole-Neubaus laufen. Das ist geplant und so ist der Zeitplan.

Bremerhaven, eine Stadt am Meer – oder zumindest an der Wesermündung. Baden allerdings ist an der Stelle nicht möglich. Im Gegenteil: sogar strengstens verboten, weil zu gefährlich. Ärgerlich, im Lichte des nahenden Sommers. Doch es tut sich etwas.

Wie könnte sich die Situation für Badewillige ändern?
In den Havenwelten an der Weser, da wo das Weserstrandbad ist, könnte baden und planschen tatsächlich in Zukunft möglich sein. Dort soll zu diesem Zwecke eine Lagune entstehen. Derzeit gibt es wegen Strömung und Schiffsverkehr dafür ein Verbot. Baden ist dort bis jetzt nur in der Sonne erlaubt.
Was soll genau passieren?
Es sind große Baumaßnahmen geplant, die Nordmole soll versetzt und neu aufgebaut werden. Im Zuge dessen soll eine geschützte Badebucht mit Zu- und Ableitung von Weserwasser und ohne Strömung entstehen. Die Prüfungen zu der Idee sind laut der Hafengesellschaft Bremenports inzwischen abgeschlossen und die Lagune Teil der Baupläne. Planungen zum Neubau der Mole laufen seit Jahren, nun kommt Bewegung in die Idee der Badestelle.
Wird dann auch Schwimmen in der Weser möglich sein?
Wohl kaum. Die Lagune soll laut Bremenports zwar eine Fläche von 2.000 Quadratmetern haben, das Wasser allerdings gerade einmal 60 Zentimeter tief sein. Das dürfte sich dann eher zum Planschen und nicht zum Schwimmen eignen.
Wie sieht der Zeitplan für das Projekt aus?
Bis es soweit ist, dass direkt in der City in Bremerhaven gebadet werden kann, wird es noch einige Jahre dauern. Momentan informiert Bremenports die Behörden. Nach der Sommerpause soll es dann ein Planverfahren mit den Beteiligten geben.

Die laufenden Kosten für die Lagune soll die Stadt tragen. Dies muss allerdings noch beschlossen werden, sagt Bremenports-Sprecher Holger Bruns. Der Abriss der alten Mole ist für 2024 geplant, der Neubau könnte weitere zwei Jahre dauern. Bis auf weiteres müssen sich Bremerhavener also noch mit dem Freibad Grünhöfe begnügen, wenn sie an der frischen Luft planschen wollen.

So lief die Saisoneröffnung im Freibad Grünhöfe in Bremerhaven

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Nachmittag, 15. Juni 2022, 14:40 Uhr