Großteil der 12.500 Bremer Mercedes-Mitarbeiter wieder in Kurzarbeit

  • Mercedes-Werk fährt Produktion erneut stark herunter
  • Großteil der Belegschaft geht in Kurzarbeit
  • Grund ist Engpass bei Elektronik-Chips
Menschen arbeiten in einem Mercedes-Benz-Werk in Bremen
Mercedes in Bremen fährt seine Produktion wieder stark herunter. (Archivbild) Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Der Daimler-Konzern fährt die Produktion in seinem Bremer Mercedes-Werk erneut stark herunter. Der Großteil der Beschäftigten geht nach Informationen von buten un binnen mit Beginn der Nachtschicht am Freitag in Kurzarbeit. Grund ist der weltweite Engpass bei Elektronik-Chips, der die Autoindustrie schon seit Ende des vergangenen Jahres vor Probleme stellt.

Wie schon im Februar betrifft die Kurzarbeit auch dieses Mal die meisten der zwölfeinhalb Tausend Mercedes-Mitarbeiter in Bremen. Die mit dem Betriebsvereinbarung gilt für eine Woche – allerdings wird es dem Vernehmen nach weitere Gespräche geben, um auch über die Woche hinaus flexibel auf die Nachschub-Probleme mit Halbleitern reagieren zu können.

Hersteller haben Chips für Smartphones und Computer reserviert

Auch der VW-Konzern hatte in seinem Emder Werk die meisten Beschäftigten Anfang der Woche für zwei Wochen in Kurzarbeit geschickt. Hintergrund des Engpasses sind globale Umstellungen in der Halbleiter-Produktion – auch, weil die Autohersteller im vergangenen Jahr Corona-bedingt weniger dieser Chips abgenommen haben. Die Hersteller haben deshalb einen Großteil der Halbleiterproduktion für andere Branchen reserviert – darunter vor allem für Smartphone- und PC-Produzenten.

Die Bundesregierung hatte Anfang des Jahres die Regierung von Taiwan um Hilfe gebeten: sie sollte die Chiphersteller des Landes dazu bewegen, die deutschen Autobauer vorranging zu beliefern.

Rückblick: Daimler macht Gewinne trotz Kurzarbeit: Passt das zusammen?

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 20. April 2021, 19:30 Uhr