Windbranche diskutiert in Bremerhaven über Energiewende

  • Die zweitägige Konferenz Windforce findet bereits zum 16. Mal statt
  • Branchenverband WAB fordert mehr Windpark-Projekte auf hoher See
  • Auch Grünen-Chefin Annalena Baerbock wird zur in Bremerhaven erwartet
Windräder auf hoher See.
Der Branchenverband WAB sieht die Bundesregierung im Offshore-Ausbau unter Zugzwang. Bild: DPA | Jens Köhler

In Bremerhaven startet zum 16. Mal die Windforce-Konferenz. Auf dem zweitägigen Treffen der Windenergie-Branche soll über Wege aus der wirtschaftlichen Krise beraten werden. Im Vorfeld des Treffens machte der Branchenverband WAB eines klar: Die Bundesregierung müsse schnell geplante Windpark-Projekte auf hoher See freigeben. Ansonsten drohten auch die letzten Jobs in der Industrie verloren zu gehen. Es sei ein gutes Zeichen, dass der Bund jetzt langfristig einen stärkeren Ausbau der Offshore-Windparks plane. 

Kurzfristig müssten aber noch in diesem Jahr Netzanschlüsse und baureife Projekte in Nord- und Ostsee freigegeben werden, so der Verband. Auch Windparks an Land müssten schneller genehmigt werden. Laut WAB trägt die Politik eine Mitschuld daran, dass eine leistungsstarke Branche destabilisiert werde. Neben den Branchen-Experten werden auch zahlreiche Politiker auf der Windforce erwartet, darunter auch Grünen-Chefin Annalena Baerbock. Weil der Bund den Ausbau gedeckelt hatte, blieben in den vergangenen Jahren Aufträge für die Industrie aus. Tausende Arbeitsplätze brachen weg.  

Windenergie in Bremerhaven am Ende: Wer trägt die Schuld?

Video vom 3. Januar 2020
Einige Offshore-Windkraftanlagen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen um 6, 3. September 2020, 18 Uhr