Zu viele Schaulustige: Weihnachtshaus in Delmenhorst dreht Licht ab

  • Autos und Menschen drängen sich in enger Straße
  • Einhaltung von Abstandsregeln in Gefahr
  • Hausbesitzer dreht Lichter schon am ersten Tag wieder ab
Weihnachtlich geschmückte und beleuchtete Terrasse mit Weihnachts-Pyramide.
Sven Borchart und seine Frau schmücken ihr Haus schon seit 20 Jahren. Bild: Radio Bremen

Sie wollten etwas Licht ins Dunkel bringen, doch schon am ersten Tag mussten die Bewohner des "Delmenhorster Weihnachtshauses" den Strom wieder abdrehen. Der Grund: Als am 1. Advent zum ersten Mal in diesem Jahr die rund 60.000 Lichter am Haus von Sven Borchart erstrahlten, versammelten sich Dutzende Schaulustige, in der schmalen Sackgasse stauten sich Autos. "Als wir eintrafen, waren rund 50 Menschen dort", sagte ein Polizeisprecher zu buten un binnen. Verstöße gegen die Abstandsregelungen habe es zwar noch nicht gegeben. Nach einem Gespräch habe sich der Hauseigentümer aber selbst dazu entschlossen, die Lichter wieder abzuschalten, um die Situation zu entzerren.

Seit 20 Jahren leuchtet das Haus in Delmenhorst

Autos stehen in einer dunklen Straße
In der engen Sackgasse stauten sich die Autos. Bild: Radio Bremen

Borchart sagte anschließend, dass er "mit mehr Vernunft" der Leute gerechnet habe. Auch seine Ansagen hätten nicht gereicht. Er hoffe nun, dass die Menschen verteilt über die Vorweihnachtszeit zu seinem Haus kommen, um die Lichter zu bewundern, sagte er.

Ein Hygienekonzept braucht der Weihnachts-Fan nicht, sagte der Polizeisprecher. Da er in diesem Jahr auf seinen sonst obligatorischen Glühweinstand verzichte, sei er "ein Privatmensch, der sein Haus schön geschmückt hat". Borchart, der in diesem Jahr zum 20. Mal sein Haus zur Weihnachtszeit erleuchtet, hatte auch auf ein eigentlich geplantes Straßenfest verzichtet.

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Bild: Radio Bremen | Marike Deitschun

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 30. November 2020, 19:30 Uhr