Frosta-Mitarbeiter legen mit Streik Produktion in Bremerhaven lahm

Audio vom 1. Juni 2021
Mehrere Personen in Warnwesten stehen an einem Pavillon vor einem Gebäude.
Bild: Radio Bremen | Luca Laube
Bild: Radio Bremen | Luca Laube
  • Bremerhavener Tiefkühl-Hersteller wird bestreikt
  • Dazu hat die Gewerkschaft NGG aufgerufen
  • Grund ist ein fehlendes Angebot zur Lohnerhöhung

Rund 100 Beschäftigte des Bremerhavener Tiefkühl-Unternehmens Frosta haben am Dienstag ihre Arbeit niedergelegt. Dadurch wurde die Produktion zwischenzeitlich lahmgelegt. Die Streikenden sind damit einem kurzfristigen Aufruf der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gefolgt. Die NGG hatte zum Warnstreik aufgerufen, um ihrer Forderung nach höheren Löhnen für die Beschäftigten Gehör zu verschaffen. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn auf rund 25 Millionen Euro verdoppelt. Ein Angebot für höhere Löhne hat Frosta laut NGG bisher nicht gemacht. Die NGG kündigte verschärfte Streiks an, sollte Frosta kein verhandelbares Angebot vorlegen.

Demnach sei von Unternehmensvertretern bei ersten Verhandlungen auf die Risiken der wirtschaftlichen Entwicklungen in der Pandemie sowie Kosten für den Schutz der Beschäftigten verwiesen worden. Das Unternehmen selbst wollte sich dazu auf Nachfrage bisher nicht äußern. Bereits am Montag hatten Gewerkschaftsmitglieder bei einem kurzen Warnstreik die Produktion ruhen lassen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 1. Juni 2021, 12 Uhr