Festnahme nach Messerangriff in Bremen

Handschellen und Pistole am Gürtel eines Polizisten.
Bild: DPA | Sven Simon
Bild: DPA | Sven Simon
  • Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen einen 17-Jährigen
  • Verdacht der versuchten Tötung
  • Bei Vorfall in Gröpelingen wurden zwei Menschen schwer verletzt

Nach einem Messerangriff mit zwei Schwerverletzten hat die Polizei Bremen einen Tatverdächtigen festgenommen. Haftgründe gegen den 17-Jährigen würden geprüft, teilte die Polizei am Sonntag mit. Polizei und Staatsanwaltschaft Bremen ermitteln wegen eines versuchten Tötungsdeliktes, bei dem Einsatz im Stadtteil Gröpelingen mussten die Beamten einen Warnschuss abgeben.

Den Angaben zufolge war der 17-Jährige am Samstagnachmittag mit einem 16-jährigen Jugendlichen in Streit geraten. Familienmitglieder von beiden kamen hinzu, die Auseinandersetzung eskalierte. Dabei sollen auch Schlagstöcke benutzt worden sein. Der 17-Jährige zog schließlich ein Messer und verletzte damit zwei Männer im Alter von 20 und 28 Jahren schwer. Der mutmaßliche Täter und die Familienmitglieder flüchteten.

Die Polizei ermittelte den 17-Jährigen als Tatverdächtigen und nahm ihn noch am Samstag fest. Bei Durchsuchungen fanden die Beamten auch vermutliche Tatwaffen.

Warnschuss nach Bedrohung mit Eisenstange

Bei dem Einsatz gaben die Polizeibeamten einen Warnschuss in die Luft ab, als ein weiterer 17-Jähriger sie mit einer Eisenstange bedrohte. Ein 39 Jahre alter Autofahrer drohte damit, die Polizisten anzufahren. Beide wurden überwältigt und festgenommen, Ermittlungen wegen versuchter Gefangenenbefreiung wurden eingeleitet.

Dieses Thema im Programm: Bremen Next, Nachrichten, 13. Juni 2021, 12:30 Uhr