Ärger über Verkehrschaos in Bremen – Polizei reagiert auf Twitter

  • Verkehrskontrolle führt zu massiven Staus im gesamten Stadtgebiet
  • Hintergrund: Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen
  • Polizei erklärt auf Twitter: Überrascht von Verkehrkollaps
Ein Polizist winkt einen Autofahrer raus
Bild: Nonstopnews

Frust und Verärgerung bei Autofahrern hat eine große Verkehrskontrolle der Bremer Polizei hat am Donnerstag ausgelöst. Denn die hatte zu stundenlangen Staus im gesamten Stadtgebiet geführt. Bis zum Abend verzeichnete die Verkehrsmanagementzentrale auf ihrer Webseite rund 40 Staus im Stadtgebiet. Die Polizei kontrollierte stadtauswärts auf der B75 bei Grolland, in Lilienthal und in Weyhe rund drei Stunden lang. Auch in der Innenstadt waren Bus- und Straßenbahnverkehr lange massiv eingeschränkt.

Anlass dieses Einsatzes war das gemeinsame Vorgehen der norddeutschen Länder gegen Eigentumskriminalität, besonders gegen Wohnungseinbrüche durch organisierte Banden. Auch weiterhin soll der Fahndungsdruck auf reisende Einbrecherbanden hoch gehalten werden, wie die Polizei Lüneburg mitteilte.

Polizei reagiert auf Frust

Dass sich Autofahrer nur stockend über die Straßen in Bremen und umzu bewegen konnten, sorgte für Aufregeung. Viele machten ihrem Frust Luft und berichteten bei Facebook und Twitter von dem Verkehrsinfarkt. Oft war eine Portion Ironie dabei.

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Auf den Ärger und Unmut reagierte die Polizei Bremen über Twitter am Freitagmittag. Niemals zuvor habe es bei ähnlichen Kontrollen solche Verkehrsprobleme gegeben, so deren Antwort auf den Tweet eines Nutzers.

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Strafanzeigen gestellt

Die Polizei kontrollierte mehr als 50 Fahrzeuge und 73 Personen, teilt die Polizei Bremen am Freitagvormittag mit. Es wurden Strafanzeigen unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Kraftfahrzeugsteuergesetz und der Abgabenverordnung gefertigt. Dazu ahndeten die Einsatzkräfte diverse Ordnungswidrigkeiten wie Verstöße gegen die Gurtpflicht, das Telefonieren während der Fahrt. Die Auswertung der Erkenntnisse zu reisenden Tätern dauert an.

Auch in Hamburg und Schleswig-Holstein fanden die länderübergreifend abgestimmten Maßnahmen gegen Einbrüche statt. Ziel war, relevante Personen aus diesem Deliktsfeld festzustellen, zu identifizieren und gegebenenfalls festzunehmen, teilt die Polizei mit. Dazu wurden verdächtige Fahrzeuge und Personen überprüft. Anlass des Einsatzes ist die Vereinbarung der Innenminister und -senatoren der norddeutschen Küstenländer vom 8. März 2018.

Weitere Reaktionen – einige mit Verständnis

Mein Dank geht an die Bremer Polizei .. ich habe nur 2,5 Stunden von der Überseestadt bis nach Peterswerder gebraucht .. wirklich der Zeitpunkt war klug und bestens gewählt .. und was soll es .. die meisten wollten doch bloß nach einem harten Arbeitstag zu ihren Familien und Kindern oder zu ihren liebsten .. aber sie haben sicher Verständnis für diese klug gewählte Aktion .. nochmal Danke dafür

Anna Renken - 7. März 2019, 22:03 Uhr.

Auf der Facebook-Seite von buten un binnen entwickelte sich eine hitzige Diskussion über die Aktion der Polizei. Wenn auch der Großteil der Kommentatoren verärgert war, zeigten einige trotzdem Verständnis für die Großkontrolle.

Ich kann es absolut nachvollziehen, dass es einen nervt.. geht mir selbst nicht anders! Aber wenn es zum Schutz der Bevölkerung ist, dann sehe ich persönlich keinen Grund so etwas nicht zu machen!

Basti Wevers - 7. März 2019, 22:31 Uhr.

Nicht alle Verkehrsteilnehmer waren von dem Verkehrschaos betroffen, wie dieser Twitter-User zeigt:

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 7. März 2019, 19:30 Uhr