Warnstreik am Dienstag: Stillstand bei Bremens Bussen und Bahnen

  • Verdi kündigt Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr an
  • Am Dienstag werden viele Pendler bundesweit betroffen sein
  • Laut Gewerkschaft wird auch in Bremen und Niedersachsen gestreikt
Video vom 25. September 2020
Zwei Straßenbahnen stehen auf dem Gelände der BSAG nebeneinander.
Bild: Radio Bremen

Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifstreit für die Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr Warnstreiks in Bremen und Niedersachsen angekündigt. Am kommenden Dienstag sollen vielerorts Busse und Bahnen den ganzen Tag stehen. Die Gewerkschaft hat auch BSAG-Beschäftigte dazu aufgefordert, von Dienstbeginn bis Dienstschluss die Arbeit niederzulegen. 6.000 Mitarbeitende sind bundesweit aufgerufen, sich am Warnstreik zu beteiligen. Neben Bremen sind demnach Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen, Goslar und Osnabrück betroffen. In Bremerhaven wird es keine Arbeitsniederlegungen geben.

Die Gewerkschaft macht die Arbeitgeber für den Warnstreik verantwortlich. Sie verweigerten Verhandlungen über einen bundesweiten Rahmentarifvertrag für die Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr.

Diese offensichtliche Geringschätzung gegenüber den Beschäftigten und auch gegenüber den Fahrgästen, die täglich mit Bussen und Bahnen fahren, ist unverschämt und verlangt eine klare Antwort.

Franz Hartmann, Gewerkschaftssekretär Verdi

Verdi verhandelt für etwa 87.000 Beschäftigte bei den rund 130 ÖPNV-Unternehmen in ganz Deutschland. Dabei geht es unter anderem um den Ausgleich von Überstunden und Schichtzulagen. Der Verband Kommunaler Arbeitgeber lehnt eine bundesweit einheitliche Tarifregelung für den Öffentlichen Personennahverkehr bislang ab.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. September 2020, 19:30 Uhr