Bremen will Einweg-Grills auf öffentlichen Plätzen verbieten

  • Regierungsparteien in Bremen wollen Einweg-Grills im öffentlichen Raum verbieten
  • Grill-Gesetz soll bis Ende März entworfen werden
  • Ziel: Müllvermeidung und Umweltschutz
Ein ausgebrannter Einweg-Grill aus Aluminium
Schon in diesem Sommer könnte Schluss mit Einweg-Grills in Bremens Grünanlagen sein. Bild: Imago | imagebroker

Die Regierungsparteien in Bremen wollen die Benutzung von Einweg-Grills in Parks und auf öffentlichem Gelände verbieten. Das Verbot könnte schon in diesem Sommer greifen. Am Dienstagnachmittag wurde das in der Stadtbürgerschaft beschlossen.

Bis Ende März soll der Senat demnach ein Grill-Gesetz entwerfen, das die Benutzung von Einweg-Grills untersagt. Das könnte schon nach den Osterferien in Kraft treten, hieß es in der Debatte. Durch die neue Regel könnte unter anderem vermieden werden, dass die Grasnarbe unter den Grills durch Glut beschädigt wird.

Strafe für Einweg-Griller?

Wer unter Baumkronen, auf Spielplätzen oder neben Tiergehegen einen Grill anzündet, muss künftig Strafe zahlen – das gilt auch an Badeseen, in Parks oder an den Deichen. Außerdem soll alles, was sonst noch zum Grillen dazugehört, aufgeräumt beziehungsweise ordnungsgemäß entsorgt werden, finden Grüne, Linke und SPD.

Einweg-Grills sind umwelt- und gesundheitsschädlich

Bremens Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne) sagte in der Debatte: Einweg-Grills seien "umweltschädlich, Rohstoffverschwendung und gesundheitsschädlich". Auch die CDU will, dass das Grillen geordneter abläuft, sie ist aber gegen ein generelles Verbot. Genau wie die FDP. Beide forderten stattdessen mehr öffentliche Grillplätze. Ordnungskräfte sollten aber gegen Verstöße und Verursacher von Müll vorgehen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau,  24. Februar 2021, 12 Uhr