Notwehr? Mutmaßlicher Todeschütze von Vechta muss nicht in U-Haft

  • Mutmaßlicher Todesschütze von Vechta muss nicht in U-Haft
  • Der 40-Jährige hatte sich gestellt und von Notwehr berichtet
  • Die Tat ereignete sich offenbar im Rockermilieu
Das Dach eines Polizeiautos mit eingeschaltetem Blaulicht und dem roten Schriftzug Polizei.
Der Tatverdächtige stellt sich selbst. Bild: DPA | Patrick Seeger

Nach einem tödlichen Schuss auf einen 31 Jahre alten Mann in Vechta ist die Staatsanwaltschaft mit einem Antrag auf Untersuchungshaft gescheitert. Der Tatverdächtige, ein 40 Jahre alter Mann, habe vor dem Haftrichter des Amtsgerichts Oldenburg eine Notwehrsituation geschildert, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg, Thorsten Stein, am Montag. Daraufhin sei der Haftbefehl abgelehnt worden.

Der Leichnam des Mannes solle nun in Hannover obduziert werden. Das Motiv sei weiterhin unklar. Die Tat ereignete sich offenbar im Rockermilieu.

War der mutmaßliche Todesschütze Mitglied eines Rockerclubs?

Am frühen Sonntagmorgen war es zu dem tödlichen Schuss gekommen. Den leblosen 31-Jährigen aus Barnstorf entdeckten Angestellte des Krankenhauses in Bassum (Kreis Diepholz) am frühen Sonntagmorgen, rund 36 Kilometer vom Tatort in Vechta entfernt. Er konnte nicht mehr reanimiert werden.

Der mutmaßliche Täter rief selber die Polizei an. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Die mutmaßliche Tatwaffe hatte er dabei. Er soll laut der "Oldenburgischen Volkszeitung" bis vor kurzem Mitglied der Rockerbande "MC Gremium" gewesen sein und sich in Lebensgefahr gesehen haben.

Am frühen Sonntagmorgen sollen Mitglieder des Rockerclubs ihn in Vechta überfallen und versucht haben, ihn aus dem Auto zu zerren. Dabei habe der Mann zur Waffe gegriffen und abgedrückt. Der Rockerclub veröffentlichte am Montag eine Traueranzeige auf seiner Website.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 21. Juni, 19 Uhr