Handwerker verursachten wohl tödlichen Stromschlag in Bremen

  • Laut Polizei gebe es eindeutige Hinweise auf unsachgemäße Arbeit von Handwerkern
  • Staatsanwaltschaft und Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung
  • 53-Jähriger starb nachdem er einen Türgriff berührte

Ermittlungsergebnisse nach tödlichem Stromschlag in Bremer Arztpraxis

Video vom 28. April 2021
Ein Gebäude, dessen Eingang von außen mit Absperrbändern eingewickelt ist.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Nach dem tödlichen Stromschlag in einer Arztpraxis im Bremer Stadtteil Horn-Lehe hat die Polizei jetzt erste Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben. Am 14. April starb ein 53-jähriger Mann, nachdem er einen unter Strom gestandenen Türgriff berührte. Eine 37-jährige Frau wurde leicht und ein 32-jähriger Feuerwehrmann lebensgefährlich verletzt.

Inzwischen gibt es laut Polizei eindeutige Hinweise darauf, dass Handwerker unsachgemäß in der Praxis gearbeitet haben. Vor dem Einzug der Praxis wurde der Gebäudeteil neu hergerichtet. Durch die unsachgemäßen Arbeiten floss Analysen der Polizei zufolge Strom durch mehrere Türenzagen aus Metall. Zuvor hatte die frische Farbe die Rahmen isoliert – doch die löste sich laut Polizei als die Tür benutzt wurde und dadurch war der Isolationsschutz nicht mehr gegeben.

Polizei prüft, wer an Sanierung beteiligt war

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei ermitteln jetzt gegen die Verursacher wegen fahrlässiger Tötung. Man überprüfe, wer an der Sanierung beteiligt war und wer welche Arbeiten geleistet hat, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Zu den Ergebnissen kamen die Behörden durch Analysen von Experten und Sachverständigen vor Ort. Dabei wurden Strommessungen an Wänden und Türen absolviert.

Rückblick: Mann stirbt nach Stromschlag

Video vom 15. April 2021
Eine Eingangstür die mit einem Polizeisiegel verschlossen ist. Davor ist Absperrband zu sehen.
Bild: Radio Bremen
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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 14. April 2021, 18 Uhr