Wegen Warnstreiks: Ryanair streicht 9 Flüge in Bremen

  • Piloten streiken am Mittwoch nach Aufruf der Gewerkschaft Cockpit
  • Sie fordert bessere Gehälter und Arbeitsbedingungen
  • 9 von 16 Flügen sind in Bremen betroffen
Zwei Ryanair Flieger am Bremer Flughafen
Bild: Importer

Wegen des Streiks hat der Billigflieger Ryanair für diesen Mittwoch 150 der insgesamt 400 Flüge von und nach Deutschland gestrichen. In Bremen fallen nach Angaben der Airline heute 9 von 16 Flügen aus. Betroffen sind die Verbindungen von und nach Palma de Mallorca, Vilnius, Mailand und London. In Hamburg fällt die Verbindung von und nach London am Abend aus. Die Kunden würden umgehend informiert und auch entschädigt, erklärte der irische Billigflieger.

Hintergrund der Streichungen ist ein Warnstreik, zu dem die Vereinigung Cockpit die deutschen Ryanair-Piloten aufgerufen hat. Er soll der Gewerkschaft zufolge 24 Stunden dauern. Die Pilotenvereinigung fordert nach wie vor mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für die Ryanair-Kollegen: Die Fluglinie hatte sich zwar in den vergangenen Wochen mit den Gewerkschaften in Italien und Irland auf Abschlüsse geeinigt – die reichen Cockpit aber offenbar nicht aus.

Passagiere können umbuchen

Ryanair hält die Streiks für nicht gerechtfertigt. Sprecher Robin Kiely forderte die deutschen Piloten auf, ihrer Arbeit nachzugehen. "Da wir bereits örtliche Verträge und eine verbesserte Bezahlung angeboten haben, gibt es keine Rechtfertigung für weitere Störungen", erklärte er laut einer am Dienstag verbreiteten Mitteilung der irischen Billig-Airline. Streiks hätten zur Folge, dass Standorte geschlossen und Arbeitsplätze gestrichen würden, heißt es darüber hinaus in der Mitteilung.

Bereits vor einem Monat hatten die deutschen Ryanair-Piloten gestreikt – gemeinsam mit ihren Kollegen aus den Niederlanden, Belgien und Schweden. Die Fluglinie musste deshalb rund 400 Flüge absagen, etwa 55.000 Passagiere waren betroffen.

Anders als bei der vormaligen Streikwelle am 10. August hat Ryanair das Flugprogramm der in Deutschland stationierten Flugzeuge nicht abgesagt. Man werde versuchen, den kompletten Flugplan zu erfüllen, kündigte das Unternehmen seinen Passagieren an. Die Kunden könnten zudem ihre Verbindungen kostenfrei auf die Tage Donnerstag bis Sonntag umbuchen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 11. September 2018, 7 Uhr