Erst AstraZeneca, dann mRNA: Bremen bietet Kreuzimpfung für alle an

Comirnaty Impfstoff von BionTech und AstraZeneca
Bild: DPA | Sven Simon/Frank Hoermann
Bild: DPA | Sven Simon/Frank Hoermann
  • Ständige Impfkommission passt Impfempfehlung an
  • Auf Erstimpfung mit AstraZeneca soll mRNA-Impfstoff folgen
  • Alter nicht mehr entscheidend

Wer eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten hat, soll künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff bekommen. Das bestätigte der Sprecher des Gesundheitsressorts, Lukas Fuhrmann, auf Nachfrage von buten un binnen. Damit folgt Bremen der geänderten Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). Die Regelung gilt laut Fuhrmann für diejenigen, die ihre Erstimpfung im Impfzentrum erhalten haben. Hausärzte treffen die Entscheidung selbst.

Demnach sollen Menschen mit erster Dosis AstraZeneca generell als zweite Spritze Biontech oder Moderna bekommen, um besser gegen die Delta-Variante des Coronavirus gewappnet zu sein. Die Immunantwort nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Präparaten sei der Antwort nach zwei Dosen AstraZeneca "deutlich überlegen". Angeraten hatte die Stiko so ein Impfschema bisher nur bei jüngeren Menschen mit AstraZeneca-Erstimpfung.

Der Abstand zwischen erster und zweiter Dosis soll laut Stiko dann mindestens vier Wochen betragen. Ob und wie die Abstände in Bremen angepasst werden, wird aktuell geprüft, sagte Fuhrmann. Genügend Impfstoff von Moderna und Biontech sei in jedem Fall vorhanden.

In der Stadt Bremen kommt diese Option laut Gesundheitsbehörde für rund 36.000 Menschen in Betracht. Sie können ihre Zweitimpfungen entweder telefonisch oder per Mail auf einen mRNA-Impfstoff umstellen.

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Video vom 30. Juni 2021
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Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten 2. Juli 2021, 6 Uhr