Diskriminierende Sticker in Bremen entdeckt – Staatsschutz ermittelt

  • Aufkleber mit diskriminierenden Inhalten an jüdischer Gemeinde und Parteibüro gefunden
  • Polizei prüft Zusammenhänge
  • Unbekannte werfen Heckscheibe eines Bundeswehrautos ein
Polizisten bewachen am im März 2015 2015 in Bremen die Synagoge.
Am Zaun, der rund um das Gelände der jüdischen Gemeinde führt, fand die Polizei Aufkleber mit diskriminierenden und herabsetzenden Inhalten. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Nach zwei Sachbeschädigungs-Delikten hat sich in Bremen der Staatsschutz in die Ermittlungen eingeschaltet. In einem Fall wurde bei einem Auto der Bundeswehr die Heckscheibe mit einem Stein eingeworfen. Im anderen Fall brachten Unbekannte am Zaun der jüdischen Gemeinde etwa 40 Aufkleber mit diskriminierenden und herabsetzenden Inhalten an, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Aufkleber wurden am Dienstagabend entdeckt. Bereits zwei Tage vorher waren ähnliche Aufkleber an ein Parteibüro in der Sandstraße geklebt worden. Jetzt prüfe die Polizei mögliche Zusammenhänge. Aus ermittlungstaktischen Gründen teilt die Polizei nach eigenen Angaben nicht mit, was auf den Aufkleber zu sehen ist.

Bereits Anfang September brannte in der Bremer Innenstadt ein Reisebus der Bundeswehr. Der Brand konnte schnell gelöscht werden. Es entstand ein Schaden von 15.000 Euro. Die Ermittlungen des Staatsschutzes wegen des Verdachts auf Brandstiftung dauern laut Polizei noch an. Auch im Zusammenhang mit dem Angriff am vergangenen Samstag an Bremens Restaurant- und Kneipenmeile "Schlachte" ermittelt der Staatsschutz weiterhin wegen eines möglichen politischen Hintergrunds.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 9. Oktober 2019, 23:30 Uhr