Darum ist die Humboldtstraße im Bremer Viertel jetzt eine Sackgasse

  • Immer wieder Konflikte zwischen Rad- und Autofahrern
  • Mobilitätsressort will mit Verkehrsversuch Lösung finden
  • Zweite Phase jetzt gestartet
Ein Sackgassenschild
Durchkommen nur noch für Radfahrer und Fußgänger: In der Humboldtstraße findet derzeit ein sogenannter "Verkehrsversuch" statt. Bild: DPA | Steinach

Seit rund sieben Jahren haben in der Humboldtstraße im Bremer Viertel Radfahrer Vorfahrt. Trotzdem kommt es immer wieder zu Konflikten mit Autofahrern. Deshalb läuft dort ein sogenannter Verkehrsversuch, der jetzt in seine zweite Phase gestartet ist – zum Unmut einiger Verkehrsteilnehmer. Denn bei allen drei Varianten, die ausprobiert werden, haben Autofahrer das Nachsehen.

Zwei Poller stehen auf einer Straße
Zwei Poller teilen seit einem Tag die Humboldtstraße. Bild: Radio Bremen | René Möller

In der aktuellen Phase des Versuchs testet das Bremer Mobilitätsressort einen sogenannten Modalfilter. Dafür wurde die Humboldtstraße in der Mitte für Autos dicht gemacht: An der Kreuzung in Höhe Horner Straße stehen jetzt Poller. Und die lassen nur noch Radfahrer und Fußgänger durch. Dadurch wird die Humboldtstraße für Autofahrer zeitweise zur Sackgasse – egal von welcher Seite.

Im ersten Teil des Versuchs war die Straße seit März zur Anliegerstraße umfunktioniert und entsprechend beschildert worden. Im Juli werden dann für die dritte Phase die Poller entfernt und die Humboldstraße wird für Pkw zur Einbahnstraße. Alle drei Varianten zielen darauf ab, den Durchgangsverkehr der Autos zu reduzieren.

Dieses Thema im Programm: Bremen EIns, Der Tag, 4. Mai 2021, 23:30 Uhr