Bremer Sparkasse rechnet mit Insolvenzen in Gastro und Kultur-Branche

  • Geringerer Jahresüberschuss der Bremer Sparkasse als 2019
  • Vorstandsvorsitzender rechnet dieses Jahr vermehrt mit Insolvenzen
  • Sparkasse legt Geld als Risikovorsorge zurück
Das geschwungenen S einer Bremer Sparkassen Filiale
Die Bremer Sparkasse rechnet mit vielen Insolvenzen in diesem und nächsten Jahr. Bild: Imago | STPP

Der Jahresüberschuss der Bremer Sparkasse ist im vergangenen Jahr deutlich geringer ausgefallen als 2019. Aus dem nun vorgestellten Geschäftszahlen geht hervor, dass nach Abzug aller Ausgaben das Geldinstitut 2020 ein Plus von 21,4 Millionen erwirtschaftet hat – ein Drittel weniger als im Jahr zuvor. Dennoch sieht sich die Bank für die Zukunft gerüstet.

Das Ergebnis zeigt, dass wir uns auch in einem ungewöhnlich schwierigen Umfeld gut behaupten können.

Tim Nesemann, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Bremen

Nach Angaben der Bank liege der geringere Jahresüberschuss hauptsächlich in der Risikovorsorge begründet, die man momentan vorantreibe. Man habe im vergangenen Jahr viel mehr Geld zurücklegt als 2019, so die Sprecherin Elke Heussler. So wolle man für Einnahmeausfälle, wie zum Beispiel niedrige Zinsen oder Kreditausfälle durch Corona, gewappnet zu sein. Der Vorstandsvorsitzende der Bremer Sparkasse Tim Nesemann rechnet in diesem und im kommenden Jahr mit einer "ganzen Reihe von Insolvenzen in den Bereichen Hotel, Gastro, Messe, Veranstaltungen und bei künstlerischen Kleinunternehmern sowie im Einzelhandel".

Wieviel Geld bei der Sparkasse durch die Schließung mehrerer Filialen und den Abbau von Personal eingespart wurde, konnte Nesemann nicht beziffern.

Bremer Banken zwischen Digitalisierung und Kundenpflege

Video vom 7. November 2020
Das Logo der Sparkassen App pushTAN ist auf dem Display eines Smartphone
Bild: Imago/photothek | Thomas Trutschel
Bild: Imago/photothek | Thomas Trutschel

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 16. Februar 2021, 18 Uhr