Böller-Bannmeile: Bis 10.000 Euro Strafe für Knallen am Zoo

  • Sperrgebiet 150 Meter rund um den Zoo
  • Stadt kontrolliert und kann bis zu 10.000 Euro Strafe verhängen
  • Knallen auch an anderen Orten verboten
Schild am Willy-Brandt-Platz Bremerhaven
Die Sperren für den Willy-Brandt-Platz direkt am Bremerhavener Zoo am Meer stehen schon. Ab Silvester abends wird der Zutritt dann gesperrt.

Wer in Bremerhaven zu Silvester am Deich sein Feuerwerk abbrennen will, sollte einen großen Bogen um den Zoo am Meer machen. Zum Schutz der Tiere hat die Stadt dort ein Böllerverbot ausgesprochen. Es gilt für einen Radius von 150 Meter rund um den Zoo. Damit ist der gesamte Willy-Brandt-Platz betroffen.

Der beliebte Platz wird Silvester ab dem späten Abend gesperrt sein, um auf Nummer sicher zu gehen. "Es ist schon vorgekommen, dass wir abgebrannte Raketen oder leere Flaschen im Zoo gefunden haben", sagt Zoo-Tierarzt Bastian Lange. Die meisten Tiere seien sehr empflindlich gegenüber Böller-Lärm. "Wir bitten um Verständnis, dass die Maßnahmen zum Wohl der Tiere sein müssen." Schon in den frühen Morgenstunden an Neujahr sei der Platz aber wieder frei, verspricht der Tierarzt.

Bis 10.000 Euro Strafe für illegales Böllern

Neben der Zoo-Umgebung gehören in Bremerhaven auch die Hafengebiete sowie Kliniken, Wohnheime und Kirchen zu den Verbotsgebieten für Freunde von Knallern und Raketen. Die Stadt kündigte Kontrollen an und kann bei Verstößen eine Geldstrafe bis zu 10.000 Euro verhängen. Bestraft werden können übrigens auch Knallereien an erlaubten Orten, wenn sie vor Silvester 18 Uhr oder nach Neujahr 1 Uhr stattfinden.

  • Boris Hellmers

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 29. Dezember, 14:10 Uhr