Silvester-Bilanz: 313 Polizei-Einsätze, mehr als 50 Schlägereien

  • Feiernde haben Polizisten mit Raketen und Böllern angegriffen
  • Politiker und Polizeigewerkschaft verurteilen Angriffe
  • Zwei junge Frauen wurden sexuell bedrängt
Polizeieinsatz (Archivbild)
Die Bremer Polizei musste in der Nacht mehr als 50 Schlägereien schlichten. (Archivbild)

Randalierer haben in der Silvesternacht in Bremen Polizisten mit Raketen beschossen und mit Böllern beworfen. Die Polizei rückte insgesamt zu mehr als 300 Einsätzen aus. Es ging um Lärmbelästigung, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Dazu kamen noch mehr als 50 Schlägereien.

Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung

Einen größeren Zwischenfall gab es am Bremer Bahnhofsplatz. Dort wurden am Abend Sicherheitsmitarbeiter der Bahn aus einer Gruppe heraus angegriffen. Als die Polizei eintraf, warfen die Angreifer Böller auf die Beamten und beschossen sie mit Raketen. Gegen mehrere Männer wurden Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Auch an der Sielwallkreuzung im Viertel wurden Polizisten mit Böllern und Raketen angegriffen – ein Polizist wurde verletzt.

In der Innenstadt haben mehrere Männer zwei junge Frauen sexuell bedrängt. Gegen einen 20-jährigen Syrer wird ermittelt. Weitere Tatverdächtige sind geflüchtet. An der Schlachte feierten bis Mitternacht etwa 5.000 Menschen – dort blieb aber alles friedlich.

Politik und Gewerkschaften verurteilen Angriffe auf Beamte

Polizeigewerkschaften und Politiker haben bundesweit die Angriffe auf Polizei, Feuerwehr und Sanitäter in der Silvester-Nacht scharf verurteilt. Auch in Niedersachsen, Berlin, Stuttgart und Leipzig gab es solche Angriffe. Beide Gewerkschaften und der Vorsitzende der Innenministerkonferenz fordern von der Justiz, die Täter hart zu bestrafen.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 1. Januar 2018, 12 Uhr