Polizei beendet Fridays-for-Future-Protest an Bremer Siemens-Standort

  • 30 bis 40 Aktivisten hatten am Mittwochmorgen das Siemens-Gebäude blockiert
  • Der Konzern rief die Polizei, um das Gelände räumen zu lassen
  • Sprecher: Kein Siemens-Mitarbeiter hat Gewalt angewendet
Ein Demonstrationsschild gegen Siemens bei einer Fridays for Future Kundgebung
Die Aktivisten von Fridays for Future demonstrierten auch in Bremen gegen die Beteiligung von Siemens an einem großen Kohleprojekt in Australien. (Archivbild)

Siemens hat eine Protestaktion von Klima-Aktivisten am Mittwochmorgen vor seinem Bremer Standort von der Polizei beenden lassen. Wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von buten un binnen mitteilte, hatten die Demonstranten ab etwa 7 Uhr den Zugang zu dem Gebäude im Bremer Technologiepark versperrt. Weil die Mitarbeiter das Gebäude daher nicht betreten konnten, habe man sich gezwungen gesehen, die Polizei zu rufen und das Privatgelände räumen zu lassen. "Für die Räumung war eine Anzeige notwendig", sagte der Siemens-Sprecher. Gegen 8 Uhr habe die Polizei die Blockade dann beendet. Anschließend habe man die Anzeige wieder fallen gelassen, sagte der Sprecher.

Aus Protest gegen die Beteiligung des Konzerns am größten Kohlebergwerk Australiens hatten am Mittwochmorgen zwischen 30 und 40 Fridays-for-Future-Aktivisten den Zugang zum Siemens-Gebäude blockiert. Siemens hat rund 700 Mitarbeiter an seinem Bremer Standort. Nach Beendigung der Blockade demonstrierten die Aktivisten noch bis zum Mittag in der Nähe.

Die Darstellung der Aktivisten auf Twitter, wonach sich einige Siemens-Mitarbeiter gewaltsam Zugang zu dem Gebäude verschafft hätten, wies der Sprecher zurück. Man habe das geprüft und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass weder Mitarbeiter von Siemens, noch von beauftragten Firmen Gewalt gegen die Demonstranten angewendet haben.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 15. Januar 2020, 23:30 Uhr