"Seute Deern": 60 Liter Diesel fließen in den Alten Hafen

  • Tank eines Stromgenerators auf dem Oberdeck hatte einen Riss
  • Diesel lief über das Deck ins Hafenbecken
  • Generator ist außer Betrieb, die Pumpen laufen aber weiter
Ein schmaler Ölteppich im Hafenbecken
Eine Ölspur hat sich nach dem Austritt im Alten Hafen ausgebreitet.

Am Mittwochmorgen hat an Bord des Bremerhavener Traditionsseglers "Seute Deern" ein Stromgenerator rund 60 Liter Diesel verloren. Wie die Feuerwehr der Stadt mitteilte, lief der Kraftstoff über das Oberdeck des Schiffes und dann an der Außenhaut herunter ins Becken des Alten Hafens, in dem viele der Museumsschiffe des Deutschen Schifffahrtsmuseums liegen.

Im Hafenbecken bildete sich ein etwa drei Meter breiter Ölteppich. Die Feuerwehr und die Mitarbeiter eines Spezialunternehmens brachten so genannte Ölschlängel aufs Wasser. Dadurch, so die Feuerwehr, habe eine weitere Ausbreitung verhindert werden können. Der Dieselgenerator sei außer Betrieb genommen worden. Die Lenzpumpen, die täglich mehrere tausend Kubikmeter Wasser aus dem Schiff herauspumpen, würden aber weiter arbeiten.

Für die 100 Jahre "Seute Deern" wird derzeit ein Konzept zur Abwrackung erstellt. Das Schiff ist seit Jahren marode, ein Brand im Februar und das Absinken auf den Hafengrund Ende August hatten der Bark schließlich so zugesetzt, dass es laut Gutachtern einen "konstruktiven Totalschaden" erlitten hat.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 13. November 2019, 13 Uhr