Schüsse bei Streit zwischen fünf jungen Männern in Bremerhaven

  • Zwei Gruppen von jungen Männern gehen aufeinander los
  • Während des Streits gibt ein polizeibekannter 29-Jähriger Schüsse ab
  • Eine Person wird verletzt – aber nicht durch die Waffe
Ein Polizist der Landespolizei Baden-Württemberg hält eine Dienstpistole.
Während eines Streits zwischen Jugendlichen in Bremerhaven sind Schüsse gefallen. Bild: DPA | Markus Brandhuber

In Bremerhaven-Geestemünde sind am Montagabend zwei Gruppen junger Männer aufeinander losgegangen. Dabei fielen Polizeiangaben zufolge mehrere Schüsse.

Auf Nachfrage von buten un binnen teilt die Bremer Staatsanwaltschaft mit, dass es sich um insgesamt fünf Männer handelte. Als Hauptverdächtiger gelte nach jetzigem Stand ein 29-Jähriger, der die Schüsse abgegeben habe. Er ist laut Staatsanwaltschaft wegen Körperverletzung polizeibekannt, ebenso wie der 23 Jahre alte mutmaßliche Mittäter. Von den anderen drei Beteiligten geht die Polizei bislang davon aus, dass sie Opfer oder auch Geschädigte sind.

Verletzt wurde durch die Schüsse zwar niemand. Allerdings sei es zu einer Schlägerei gekommen, bei der einer der Männer verletzt worden sei. Oberstaatsanwalt Frank Passade zufolge handelte es sich um eine blutenden Platzwunde am Kopf, die im Krankenhaus behandelt werden musste.

Anwohner alarmieren Polizei

Anwohner waren auf den Streit aufmerksam geworden. Sie alarmierten die Polizei, die den Streit beendete. Die Beamten stellten daraufhin die Personalien der Jugendlichen fest und beschlagnahmten die Schusswaffe.

Auch die Handys der Beteiligten wurden beschlagnahmt. Der Staatsanwaltschaft zufolge sollen so mögliche Chatverläufe nachverfolgt werden. Die Beteiligten gehören laut Staatsanwaltschaft zwei Bremerhavener Familien an. Ob dies ein Grund für die Auseinandersetzung ist, werde nun ermittelt, sagt Oberstaatsanwalt Frank Passade.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 28. Juli 2020, 8 Uhr