Zu hohe Infektionsgefahr: Saunen in Bremen müssen geschlossen bleiben

  • Fitnessstudio-Betreiberin hatte einen Eilantrag eingereicht
  • Richter sehen zu hohe Ansteckungsgefahr
  • Regelung gilt nur für Saunen in Fitnessstudios
Eine leere Sauna mit Steinaufguss
Saunen in Bremer Fitnessstudios müssen weiterhin geschlossen bleiben. Bild: DPA | Revierfoto

Saunen in Bremer Fitness-Studios müssen wegen der Corona-Pandemie weiter geschlossen bleiben. Das hat das Oberverwaltungsgericht entschieden. Die Betreiberin eines Fitnessstudios wollte per Eilantrag erreichen, dass sie ihre Sauna wieder für Gäste öffnen darf. Das haben die Richter abgelehnt.

Die Schließung von Saunen verfolge einen legitimen Zweck, nämlich die Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus, argumentierte das Gericht. Und das Virus stelle weiterhin eine ernstzunehmende Gefahrensituation dar. Die Richter ließen auch nicht den Einwand gelten, dass Saunen ein vergleichsweise sicherer Ort seien, weil es dort so heiß ist, dass Corona-Viren eher abgetötet werden. Stattdessen verwiesen sie darauf, dass dort – wie in anderen geschlossenen Räumen, in denen viele Menschen seien – eine erhöhte Infektionsgefahr durch Tröpfchen und Aerosole bestehe.

Die Entscheidung betrifft ausdrücklich nur Saunen in Fitness-studios. Über Saunaclubs oder Saunen in Hotels oder Bädern haben die Richter gar nicht entschieden, weil kein weiterer Betreiber geklagt hatte. In mehreren anderen Bundesländern, auch in Niedersachsen, durften Saunen schon wieder öffnen. Meistens aber mit Auflagen.

Bremer Saunabetreiber klagt gegen Corona-Schließung

Video vom 29. Juli 2020
Die Tür zu einer Kelo-Sauna ist mit einer Kette verschlossen.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 3. August 2020, 14 Uhr